Wegen der Hitze: Deutsche sollen jetzt dringend Wasser sparen

Zwei Menschen befüllen bei Sonnenschein und warmen Temperaturen ihre leeren Plastikflaschen mit Trinkwasser an einem Brunnen am Viktualienmarkt in München, Deutschland.
Symbolbild © imago/Ralph Peters

Deutschland verfügt insgesamt weiterhin über genügend Wasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung. Trotzdem verschärft sich die Situation in einigen Regionen. Besonders trockene Sommer und fehlende Niederschläge im Winter verringern dort die verfügbaren Reserven.

Wasserknappheit erreicht immer mehr Städte

Die Folgen der Trockenheit zeigen sich nicht nur bei der Trinkwasserversorgung. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnte deshalb bereits vor regionalen Engpässen. Auch Flüsse, Bäche, Seen und Grundwasservorkommen leiden unter fehlendem Niederschlag. Sinkt die Wasserführung, verschärft sich die Situation für Pflanzen und Tiere, die auf ausreichende Wassermengen angewiesen sind. Gleichzeitig können niedrige Pegelstände die Nutzung der Gewässer einschränken. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass trockene Jahre auch die Grundwasserstände und damit verbundene Ökosysteme wie Feuchtgebiete und Wälder belasten. Zudem steigen bei höheren Temperaturen die Wassertemperaturen in Flüssen.

Deutsche sollen Wasser sparen

Viele Kommunen reagieren inzwischen mit konkreten Vorgaben. In besonders trockenen Gebieten beschränken sie insbesondere die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Bächen oder Seen. In Teilen Brandenburgs und Hessens gelten solche Verbote bereits. Auch die Bewässerung von Gärten und Grünflächen kann eingeschränkt werden. Hannover untersagt beispielsweise bei hohen Temperaturen die Beregnung. Gleichzeitig suchen Städte nach langfristigen Lösungen. Das sogenannte Schwammstadt-Prinzip soll Regenwasser stärker in der Stadt zurückhalten, statt es sofort über die Kanalisation abzuleiten. Kommunen können außerdem Regenwasser speichern und für bestimmte Zwecke wiederverwenden.

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Auch im eigenen Haushalt lässt sich der Wasserverbrauch gezielt verringern. Beim Duschen können Verbraucher darauf achten, nicht unnötig lange zu duschen und das Wasser beim Einseifen abzudrehen. Beim Zähneputzen sollte der Wasserhahn nicht durchgehend laufen. Waschmaschine und Geschirrspüler sollten erst dann starten, wenn sie ausreichend gefüllt sind. Wer einen Garten besitzt, kann zudem Regenwasser sammeln und damit Pflanzen gießen, statt dafür Trinkwasser zu verwenden. Wassersparende Armaturen helfen ebenfalls, den Verbrauch zu senken. Besonders beim warmen Wasser lohnt sich ein sparsamer Umgang, denn dessen Erwärmung benötigt zusätzlich Energie.

(Quellen: Umweltbundesamt, DWD, BDEW, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)