Wegen grassierender Seuche: Zoo schließt vorerst Bereiche

Der verschlossene Eingang eines Tiergartens, vor dem ein Schild mit einem Warnhinweis steht. Das historische Tor wird von Löwe und Tiger bewacht. Im Hintergrund sind viele Bäume zu sehen.
Symbolbild © imago/Ardan Fuessmann

Da aktuell eine Seuche umgeht, an der bereits ein Tier verstarb, muss ein Zoo am Niederrhein vorerst mehrere Bereiche schließen. Der Rest des Zoos soll regulär für Besucher geöffnet bleiben.

Schon seit mehreren Wochen gibt es immer wieder Seuchenwarnungen. Nun hat es auch die Tiere in einem Großstadtzoo in Nordrhein-Westfalen getroffen. Es gibt bereits einen Todesfall.

Warnung wegen grassierender Seuche

Derzeit schlägt die Vogelgrippe wieder hohe Wellen. Mitte Dezember warten Experten bereits vor neuen, gefährlichen Mutationen, die sich insbesondere in Nordamerika und Europa ausbreiten. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen mussten beispielsweise im Wallfahrtsort Kevelaer (ebenfalls in Nordrhein-Westfalen) 14.000 Puten sicherheitshalber getötet werden, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Die Vogelgrippe (H5N1) ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die sich rasend schnell ausbreitet. Der Verlauf geht meist mit hohem Fieber, erschwerter Atmung, Schwellungen, Durchfall und einer gestörten Motorik einher und endet in nahezu jedem Fall tödlich. Da die Übertragungswege besonders bei Vogeltieren in Gefangenschaft sehr kurz sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich jedes Tier mit H5N1 infiziert.

Zoo schließt einige Bereiche vorerst

Die Behandlung wie Eindämmung der Vogelgrippe ist schwierig, jedoch nicht unmöglich. Daher hat der Krefelder Zoo beschlossen, bis auf Weiteres einige Bereiche zu schließen, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Bekannt wurde das Ganze wegen eines toten Flamingos. Der Vogel verstarb kurz vor Weihnachten plötzlich. Nach eingehenden Untersuchungen bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut eine Infektion mit dem H5N1-Virus. Um die Ausbreitung zu verhindern und die anderen Tiere vor der quälenden Krankheit zu schützen, sollen die Verantwortlichen die Hygienemaßnahmen und die Futterversorgung angepasst haben. Außerdem bleiben das Regenwaldhaus, das Vogelhaus und der Pinguin-Pool vorerst geschlossen, wie der Zoo direkt auf der eigenen Homepage mitteilt.

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Da es sich aus epidemiologischer Sicht um einen geschlossenen Betrieb handelt, bestehe laut Experten keine Gefahr für Geflügelhalter in der Umgebung. Auch bleiben die anderen Bereiche des Zoos weiterhin zugänglich. Da die Besucher aufgrund der Schließungen jedoch mit Einschränkungen rechnen müssen, bietet der Zoo ermäßigten Eintritt an. Die Tageskarte ist derzeit 50 Prozent günstiger als normalerweise. Wer möchte, kann den Preis freiwillig mit einer Spende aufstocken. Eine Ansteckungsgefahr für die Besucher bestehe aktuell nicht.

(Quellen: Krefelder Zoo, Seuchenschutz)