Wegen Mindestlohn-Erhöhung: Unternehmen streichen Jobs 2026

Ein Stempel aus Holz mit der Aufschrift Mindestlohn, ein Arbeitsvertrag und ein fünf Euro Schein sowie drei Zwei-Euro-Münzen und eine Fünfzig-Cent-Münze.
Symbolbild © istockphoto/filmfoto

Bald schon gibt es eine Mindestlohnerhöhung. Und während das für viele Menschen ein Grund zum Jubeln ist, sehen die Unternehmen das ganz anders. Sie kündigen drastische Maßnahmen an und wollen im kommenden Jahr sogar Jobs streichen.

Im Jahr 2026 könnten plötzlich mehrere Jobs wegfallen. Denn durch die geplante Mindestlohnerhöhung sehen sich Unternehmen gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen. Das dürfte die Menschen alles andere als freuen.

Jobs in 2026: „Einfach gestrichen“

Laut einer aktuellen Umfrage, die nun in den Medien veröffentlicht wurde, sehen nicht alle die geplante Mindestlohnerhöhung im kommenden Jahr positiv. Insbesondere Unternehmen hadern damit. In der Umfrage hat man nun herausgefunden, dass einige von ihnen sogar planen, Jobs zu streichen. Insgesamt haben das wohl 21,7 Prozent der befragten Firmen so angegeben. Weitere Maßnahmen der Unternehmen sehen vor, dass bestimmte geplante Investitionen gestrichen werden und auch Preise weiter ansteigen. Klar ist, dass aufgrund der Mindestlohnerhöhung natürlich auch die Kosten für Unternehmen in die Höhe steigen. Insbesondere da man sich derzeit in einer wirtschaftlich eher instabilen Lage befindet, kann das für einige Firmen zu einem Problem werden.

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Besonders stark von der Erhöhung des Mindestlohns betroffen sind dabei in erster Linie das Gastgewerbe, aber auch der Einzelhandel sowie bestimmte Jobs in der Nahrungsmittel- und Textilindustrie. Hier kann man damit rechnen, dass die meisten Jobs wegfallen.

Experten warnen: „Verheerende Auswirkungen für die Menschen“

Eingeführt wurde der Mindestlohn im Jahr 2015 mit einigen Ausnahmen, z. B. für Auszubildende. Im Oktober 2022 hob man ihn dann auf 12 Euro die Stunde an. Nun steigt er auf 13,90 Euro an. Damit will man insbesondere jene Menschen entlasten, die durch die steigende Inflation und Energiekosten immer weniger Geld zur Verfügung haben.

Besonders stark betroffen sind davon immer wieder Frauen, die unter anderem nur halbtags arbeiten. Aber auch Jobs im Gastgewerbe kratzen häufig am Hungerlohn, sodass am Ende des Monats kaum Geld übrig bleibt. Ob es am Ende wirklich zu einer Verbesserung der Situation der Menschen kommt, bleibt abzuwarten. Sollten tatsächlich – wie in der Studie angekündigt – Jobs wegfallen, könnte das verheerende Auswirkungen für die betroffenen Personen haben.

(Quellen: Münchner ifo-Institut, Mindestlohnkommission)