Weihnachten wird bitter: Der Handel im Rekordtief deutschlandweit

Das ECE-Center in Karlsruhe. Es ist ein Einkaufscenter in der Stadt. Hier gehen die Bürger shoppen bei den Filialen, die sie kennen. Die Kunden nutzen das große Angebot für den Wocheneinkauf.
Symbolbild

Für den Handel ist das Weihnachtsgeschäft so gut wie gelaufen. Der zweite Corona-Winter in Folge sorgt für ein extremes Tief im Handel. Für diesen wird Weihnachten äußerst bitter. Profitieren können allerdings Logistikunternehmen.

Wo Sonne ist, ist auch Schatten. Das zeigt sich im zweiten Corona-Winter sehr deutlich. Denn der Handel hat mit extremen Einbußen zu kämpfen. Während dessen profitiert allerdings die Logistikbranche.

Des einen Leid, des anderen Freud

Der Handel zieht aktuell Bilanz und diese fällt alles andere als rosig aus. Ganz im Gegenteil: Der zweite Corona-Winter sorgt für leere Kassen. Zumindest was den Handel in den Innenstädten betrifft. Durch die leeren Straßen, bedingt durch die vielen Regelungen und Einschränkungen für die Kunden, bleiben auch die Umsätze im lokalen Handel niedrig.

Im Gegensatz dazu freut sich der Online-Handel. Vor allem die Logistikbranche hat einen regelrechten Boom zu bewältigen. Die vielen Bestellungen müssen ausgeliefert werden. Doch hier herrscht akute Personalnot bei den Logistikunternehmen. Denn die Bestellungen gerade zu Weihnachten im Online-Handel haben massiv zugelegt.

Handel im massiven Tief

Hauptgeschäftsführer des Deutschen Handelsverbands (HDE) Stefan Genth zieht Bilanz und findet enttäuschte Worte: Das diesjährige Weihnachtsgeschäft ist eine herbe Enttäuschung für viele Händlerinnen und Händler. 2G setzt ihnen seit Wochen zu, und das in der für gewöhnlich umsatzstärksten Zeit des Jahres.“ In einer durchgeführten Trendumfrage sollen sich 80 Prozent der Händler in Innenstädten negativ geäußert haben.

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Dies betrifft vor allem den Verlauf und das Handeln im zweiten Corona-Winter. Auch Bernd Ohlmann, Sprecher der Handelskammer Bayern findet ähnliche Worte: „Das Weihnachtsgeschäft ist gelaufen, wir können es in die Tonne hauen, es gibt für uns keine Bescherung in diesem Jahr. Auch dieser Samstag hat wie befürchtet keinen Durchbruch gebracht.“

Mehr Pakete, weniger Innenstadt-Verkäufe

Laut Ohlmann gibt es Grund zur Sorge, denn er sagt: „ Es verschiebt sich ganz dramatisch vom Einkauf in der Innenstadt ins Netz. Das Christkind kommt per Mausklick, das hat durch 2G noch mal einen Schub gekriegt.“

Laut Schätzungen sollen im November und Dezember rund 63 Millionen Sendungen transportiert werden. Davon gehen knapp 39 Millionen an private Haushalte, so eine Sprecherin des Bundesverbands Paket und Expresslogistik (BIEK) in Berlin.