
Die Bundesregierung plant, einen speziellen Zuschuss zur gesetzlichen Rente zu kürzen, um Geld zu sparen. Das sorgt für reichlich Kritik: Fachleute warnen vor erheblichen Belastungen, die auf Millionen Menschen in Deutschland zukommen.
Haushaltszwänge treiben die Bundesregierung weiterhin zu schweren Diskussionen und harten Entscheidungen. Jetzt ist unter anderem von dieser besonderen Zuschusskürzung die Rede, die viele Experten besorgt. Es drohen massive Belastungen.
Fachleute sind besorgt über Sparmaßnahmen
Ob der wöchentliche Einkauf oder die Überweisung der Miete ‒ für vieles müssen Rentner immer tiefer in die Tasche greifen. Gleichzeitig wächst die Sorge, ob die gesetzliche Rente langfristig genügt. Ein Blick auf die Entwicklung zeigt, warum das System an seine Grenzen gerät: Auf immer weniger Einzahler kommen immer mehr Rentenempfänger.
Schon heute wird ein erheblicher Teil der Renten durch Steuergelder gestützt, um die Beiträge stabil zu halten. Hinzu kommen nicht beitragsgedeckte Leistungen wie die Mütterrente oder die Grundrente, die zusätzliche Milliarden kosten. Fachleute mahnen seit Jahren Reformen an, um die Finanzierung dauerhaft zu sichern. Vor diesem Hintergrund sorgt nun eine Entscheidung der Bundesregierung für Kritik.
Zuschuss zur Rente: Regierung plant Kürzung
Geplant ist, den Bundeszuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung – also die steuerfinanzierte Unterstützung des Systems, die versicherungsfremde Leistungen abdeckt – in den kommenden Jahren um mehrere Milliarden Euro zu kürzen. So will die Regierung den Bundeshaushalt entlasten. Kritiker warnen jedoch, dass sich die bestehenden Probleme dadurch verschärfen könnten. Denn wenn weniger Steuermittel in die Rentenkasse fließen, muss die entstehende Lücke an anderer Stelle ausgeglichen werden.
Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) sieht deshalb die Gefahr, dass die Beiträge für Beschäftigte und Arbeitgeber künftig steigen könnten. Mehr als 100 Milliarden Euro fließen jährlich als Zuschuss in die gesetzliche Rentenversicherung. Diese erachtet den Betrag bislang als nicht ausreichend und plädiert deshalb für mehr Bundesmittel, während nun jedoch das genaue Gegenteil droht. Vier Milliarden Euro sollen wegfallen. Schlussendlich heißt das für Arbeitnehmer: Vom Bruttolohn bleibt weniger übrig, wenn die Beiträge steigen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Spiegel, dpa, ifo-Institut)














