
Kurz vor dem Aus: Nach mehr als 100 Jahren ist deutscher Traditionsbetrieb nun insolvent. Das Unternehmen gilt als Weltmarktführer in seiner Branche und hat trotzdem Schwierigkeiten, sich über Wasser zu halten.
Trotz seiner Stellung auf dem Weltmarkt meldete ein Unternehmen mit über 100-jähriger Tradition jetzt Insolvenz an. Die Geschäftsführung sah sich zuletzt nicht mehr in der Lage, Forderungen und fällige Verbindlichkeiten zu begleichen.
Weltmarktführer meldet Insolvenz an
Die Industrie steckt schon seit Langem tief in der Krise. Das merken hauptsächlich die Betriebe, die in einer Form mit der Automobilbranche zu tun haben. Dank der Zollpolitik der USA und der großen Konkurrenz in China gehen Aufträge zurück oder werden verschoben. Das stellt auch die Zulieferer und Maschinenbauer vor enorme wirtschaftliche Herausforderungen. So ergeht es momentan auch der Eliog Industrieofenbau GmbH.
1924 in Düsseldorf gegründet, steht die Firma damals wie heute für zukunftsweisende Projekte und erkämpft sich so im weltweiten Vergleich einen Platz an der Spitze. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges fertigte man im thüringischen Römhild Industrieöfen und Wärmebehandlungsanlagen – in den vergangenen Jahren vorwiegend für Raumfahrttechnologie und E-Mobilität. Jetzt ist das Unternehmen zum zweiten Mal in seiner langen Geschichte insolvent.
Nächster deutscher Traditionsbetrieb insolvent
Laut Unternehmensmitteilung führt Sanierungsgeschäftsführer Stefan Mairiedl als Grund für die Insolvenz zum einen Kunden an, die geplante Aufträge entweder reduzierten oder ins Jahr 2027 verschoben. Ein weiterer Grund ist ihm zufolge der verschärfte internationale Preiswettbewerb. Dadurch konnte der Traditionsbetrieb fällige Verbindlichkeiten absehbar nicht mehr pünktlich bedienen. Das eingeleitete Verfahren in Eigenverwaltung soll nun die Substanz des Herstellers sichern und die Sanierung ermöglichen.
Demnach wolle man so schnell wie möglich einen Investor finden und neue Möglichkeiten und Wege mit bestehenden Partnern und Kunden finden, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Außerdem gilt es, die Jobs und damit Einkommensquellen der übrigen 74 Mitarbeiter zu sichern. Aktuell erhalten diese bis zum Ende des Verfahrens ihre Gehälter über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit. Während der Sanierungsphase soll die Produktion uneingeschränkt weiterlaufen.














