Wieder Ausschreitungen auf Kurden-Demo in Baden-Württemberg

Karlsruhe-Insider / Stuttgart (dpa) – Am Rande einer Demonstration von Kurden gegen die türkische Militäroffensive im Norden Syriens ist es am Samstag zu Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und der Polizei gekommen.


Nach Angaben der Stuttgarter Polizei spaltete sich bei der Abschlusskundgebung eine größere Gruppe ab und lief teils vermummt Richtung Hauptbahnhof.

Die Menge habe sich nicht aufhalten lassen. «Um nicht überrannt zu werden, mussten die Einsatzkräfte Pfefferspray und Schlagstock einsetzen.

Sie wurden mit Gegenständen und Böllern beworfen, weshalb die Versammlung gegen 17.15 Uhr durch die Polizei aufgelöst wurde», hieß es weiter. Anschließend kontrollierten die Beamten mehr als 200 Personen.

Dabei seien erneut Flaschen- und Böller geworfen worden. Ein Beamter erlitt ein Knalltrauma und wurde von Rettungskräften versorgt. Vor den Auseinandersetzungen hatte es nach Polizei-Angaben keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Am vergangenen Wochenende war es nach einer Kurden-Demonstration zu teils heftigen Ausschreitungen gekommen. Mehr als 20 Polizisten waren verletzt worden, hauptsächlich handelte es sich damaligen Angaben zufolge um Knalltraumata – wegen explodierender Böller – und Prellungen.