Wiesn-Schock nach wenigen Tagen – jetzt gibt es einen Toten

Menschenmasse im Festzelt auf dem Oktoberfest in München. Im Zelt trinken Tausende Menschen Bier und feiern zusammen das traditionelle Fest.
Symbolbild © istockphoto/Wirestock

Das Oktoberfest hat gerade erst begonnen, da überschattet ein tödlicher Unfall das größte Volksfest der Welt. An einem Fahrgeschäft wurde ein Security-Mitarbeiter so schwer verletzt, dass er wenig später starb. Die Kriminalpolizei versucht nun zu klären, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Der Unfall ereignete sich am Sonntagabend gegen 22 Uhr. Schauplatz war der „Hangover“, ein rund 80 Meter hoher Free-Fall-Tower auf der Münchner Theresienwiese. Dort geriet ein 52 Jahre alter Sicherheitsmitarbeiter in den Bereich des Fahrgeschäfts und wurde von einem Teil der Anlage erfasst und eingequetscht.

Wiederbelebung direkt auf dem Oktoberfestgelände

Für den Mann begann sofort ein Kampf um sein Leben. Rettungskräfte reanimierten ihn noch auf dem Oktoberfestgelände. Anschließend wurde der Schwerverletzte in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Dort starb er später an seinen Verletzungen. Wie genau es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte, ist bislang nicht abschließend geklärt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hielt sich der Mitarbeiter in einem Bereich auf, in dem er sich nicht hätte befinden dürfen. Weshalb er dort war und welcher Teil der Anlage ihn erfasste, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde für den Rettungseinsatz abgesperrt.

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Sicherheit steht im Fokus: Menschenmassen beim Oktoberfest

Der Vorfall trifft die Wiesn ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Sicherheit besonders im Fokus steht. Nach Problemen mit großen Menschenmengen im vergangenen Jahr hat die Stadt München das Sicherheitskonzept für 2026 erweitert. Man möchte die Besucherströme genauer beobachten und gefährliche Engstellen schneller erkennen. Auch die Videoüberwachung und die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte sollten sich verbessert haben.

Auf dem Oktoberfest sind in diesem Jahr rund 600 Polizisten im Einsatz. Hinzu kommen zahlreiche Mitarbeiter von Sicherheits- und Ordnungsdiensten sowie Rettungskräfte. Der tödliche Unfall am Fahrgeschäft ist allerdings nicht mit einer Überfüllung des Festgeländes verbunden. Ob technische, organisatorische oder andere Ursachen eine Rolle gespielt haben, steht derzeit nicht fest. Genau das soll nun die Kriminalpolizei klären.

(Quellen: Polizei München, Stadt München)