
Besonders im Herbst herrscht in vielen Wäldern Deutschlands wieder Wildschwein-Alarm. Experten können deshalb nicht genug Tipps geben, wie man sich im Ernstfall verhalten soll. Von der richtigen Reaktion können Leben abhängen.
Im Ernstfall kann es zu schweren Verletzungen kommen, weshalb man sich gar nicht oft genug die Verhaltensregeln verinnerlichen kann. Experten geben deshalb regelmäßig Tipps, wie man sich bei einer Begegnung verhalten sollte.
Große Gefahr für beide Seiten: Mensch und Wildtier treffen aufeinander
Während man die Wildschweine im Sommer kaum zu Gesicht bekommt, wird mit dem Herbst eine Begegnung zwischen Mensch und Tier sehr viel wahrscheinlicher. Graben die Schweine im Frühling und Sommer den Waldboden gründlich um und finden einen reichlich gedeckten Tisch bei Mutter Natur vor, sieht dies im Herbst schon anders aus. Der Boden gefriert und die Tiere müssen länger nach etwas Essbarem suchen. Dies treibt sie immer weiter in die Nähe von Siedlungen, wo die Tiere oftmals etwas Fressbares finden. Sie wittern Futter schon in größerer Entfernung und suchen dabei gerne auch in unseren Mülltonnen und Gärten. Das häufigere Aufeinandertreffen erhöht jedoch leider auch die Gefahr von Zusammenkünften, die nicht gut ausgehen.
„So sollte man sich verhalten“: Tipps zu richtigen Verhaltensweisen
Die erste grundlegende Regel, die man unbedingt beherzigen sollte: Bleibt im Wald auf den entsprechend gekennzeichneten Wegen. Wer jetzt Abkürzungen sucht oder Spaziergänge mitten durch das Waldgebiet macht, läuft Gefahr, einem Wildschwein zu begegnen, das sich bedroht fühlt. Insbesondere Hundehalter sollten den Vierbeiner jetzt unbedingt an der Leine führen, denn ein Wildschwein sieht in einem Hund eine potenzielle Gefahr.
Wer ein Wildschwein entdeckt, sollte großen Abstand halten, lieber zu viel als zu wenig, so die Experten. Hat das Wildtier einen bereits entdeckt und zeigt durch Schnauben und Zähneklappern, dass es sich bedroht fühlt, sollte man langsam und leise den Rückzug antreten. Hektische Bewegungen und Schreie sowie lautes Reden bedrohen das Tier noch mehr, sodass man eventuell einen Angriff provoziert. Man sollte auf keinen Fall wegrennen. Gerade jetzt sind viele Wildschweinweibchen (Bachen) mit ihren Frischlingen unterwegs und wollen ihren Nachwuchs besonders schützen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Forstbehörden, Wildtierexperten)














