Vorwurf der Tierquälerei: 32 Wildtiere GLEICHZEITIG in der Manege des Weihnachtscircus

Symbolbild

Der neunte „Karlsruher Weihnachtscircus“ setzt dieses Jahr verstärkt auf Wildtiernummern und zeigt eine Darbietung, bei der sich 32 Wildtiere wie Elefanten, Kamele, Zebras, Pferde, Lamas und zwei Giraffen gleichzeitig in einer Manege befinden!

Kritik erfährt der Zirkus u.a. von der Grünen-Fraktion. Sie stellen zur Diskussion, ob ein Zirkus wirklich Dressurnummern mit beispielsweise Elefanten und Giraffen bieten müsse und fordern ein Verpachtungsverbot von städtischen Flächen für Zirkusbetriebe mit Wildtieren.

„Für den diesjährigen Weihnachtszirkus wird sogar noch offensiver mit einem ‚exotischen Karussel‘ geworben, bei dem gleichzeitig 32 Wildtiere in der Manege auftreten müssen“, so Zoe Mayer, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Gemeinderatsfraktion. „In Anbetracht der unzureichenden Haltungsbedingungen im Zirkusbetrieb kritisieren wir dieses Programm aufs Schärfste. Wildtiere haben sehr hohe Ansprüche an ihr Lebensumfeld. Ihre artspezifische Bedürfnisse können in einem wandernden Zirkusbetrieb grundsätzlich nicht erfüllt werden.“

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„Es ist jetzt an der Zeit, dass Karlsruhe dem Beispiel von Stuttgart und Heidelberg folgt und endlich für Verpachtungen von städtischen Flächen ein Wildtierverbot für Zirkusse festlegt“, so Michael Borner, ebenfalls zuständig für Tierschutz in der GRÜNEN Fraktion. „Nur wenn die Kommunen als direkt Betroffene vor Ort mutig vorangehen, wird die Bundesregierung das vom Bundesrat schon zum dritten Mal geforderte Wildtierverbot in Zirkussen endlich ins Tierschutzgesetz aufnehmen.“

„Wer Respekt gegenüber Tieren vermitteln möchte, sollte auf Wildtiernummern im Zirkus besser verzichten“, sind sich die beiden tierschutzpolitischen SprecherInnen Mayer und Borner einig. Ihr Plädoyer: „Ein fortschrittlicher Zirkus braucht keine Wildtiernummern, um zu begeistern.“

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Am 22. Dezember ab 17:30 Uhr und am 3. Januar ab 14:30 Uhr sollen deswegen friedliche Demonstrationen auf dem Vorplatz des Zirkus stattfinden, um auf die Belange des Tierschutzes aufmerksam zu machen.