
Ein Windpocken-Alarm an inzwischen zwei Schulen versetzt Eltern, Lehrer und Schüler in Sorge. Wer betroffen ist, leidet unter einem quälenden Juckreiz ‒ und in besonders schweren Fällen sind weitere Komplikationen möglich. Was man über die Erkrankung wissen sollte.
Damit hat wohl niemand gerechnet: Weil sich mehrere Schüler mit Windpocken infiziert haben, mussten diese Schulen Maßnahmen ergreifen. Warum die Pocken so gefährlich werden können.
Auch für Erwachsene sind die Pocken gefährlich
Vor allem Kinder erkranken an ihnen. Anders als viele annehmen, können die hochansteckenden Windpocken allerdings gerade im Erwachsenenalter zum ernsthaften Problem werden: Es drohen hohes Fieber und gefährliche Lungenentzündungen. Schwangere Frauen, die nicht geimpft oder immun sind, gehören zu den besonders gefährdeten Personen. Bei Ungeborenen kann es in schweren Fällen zu Fehlbildungen kommen. Auch bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem besteht das Risiko eines schweren Verlaufs.
Bei einer Infektion tritt zunächst oftmals allgemeines Unwohlsein auf. Betroffene fühlen sich kraftlos. Die Temperatur kann sich erhöhen. Anschließend machen sich die ersten rötlichen Flecken bemerkbar, die sich dann über den gesamten Körper ausbereiten ‒ und plötzlich ist der berühmte, quälende Juckreiz da. So ist es kürzlich wohl auch einigen Schülern ergangen, bei denen Windpocken festgestellt wurden.
Windpocken-Alarm an Schulen: Hier sind Schüler betroffen
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) spricht man bereits von einem Ausbruch, wenn zwei Menschen von Windpocken betroffen sind. Diese Zahl wurde für das Theodor-Heuss-Gymnasium in Sulzbach inzwischen bestätigt. Von 552 Schülern fehlte bei insgesamt 52 Schülern ein Immunitätsnachweis. Um das Risiko einer Infektion zu reduzieren, ist ihnen der Besuch der Schule bis zum 10. September untersagt. Nun ist auch die Marienschule Saarbrücken betroffen: Es wurden offiziell zwei Fälle von Windpocken gemeldet.
Bei ansonsten gesunden Kindern gilt: Wer Windpocken hat, ist in der Regel nach spätestens zwei Wochen wieder gesund. Die Infektion heilt üblicherweise von selbst ab. Tritt Fieber auf, kann dieses mit fiebersenkenden Mitteln gut behandelt werden. Bei sehr starkem Juckreiz, Eiter in den Bläschen oder anderen Komplikationen ist eine medizinische Behandlung notwendig.
(Quellen: Regionalverband Saarbrücken, RKI, SR)














