Wirt eröffnet erste alkoholfreie Kneipe und schließt sie nach einem Monat

Ein lächelnder Barkeeper serviert Bier in einer Kneipe.
Symbolbild © istockphoto/g-stockstudio

Es klingt wie eine ziemlich ausgeklügelte Geschäftsidee: Eine alkoholfreie Kneipe für all jene Menschen, die gerne zusammen sind, ohne dabei Alkohol zu trinken. Erfolgreich war dieses Vorhaben aber am Ende nicht.

Alkoholfreie Getränke erleben gerade ihren Boom. Beinahe schon als Gegenbewegung zu dem gesteigerten Trinkverhalten in Deutschland, während der Coronapandemie gibt es immer mehr alkoholfreie Alternativen. Ganz vorn mit dabei alkoholfreies Bier, welches inzwischen sogar als gesundes isotonisches Getränk angepriesen wird. Aber auch alkoholfreier Wein und alkoholfreie Cocktails finden reißenden Absatz. Warum nicht also auch eine alkoholfreie Kneipe?

Alkoholfreie Kneipe blieb erfolglos

Das dachte sich auch ein Wirt in einem Landgasthof im Sauerland. Kurzerhand eröffnete er die erste alkoholfreie Kneipe in der Region und hoffte auf Gäste. Leider ohne Erfolg. Bereits nach einem knappen Monat schließt der Mann nun seine Pforten wieder.

Grund dafür soll das fehlende Personal gewesen sein. So erzählte es der Besitzer Manfred Stell in Gesprächen mit den Medien. Anfangs hatte er noch zwei Köche, am Ende stand er dann allein da. Neue Aushilfen oder Mitarbeiter zu finden, waren für ihn unmöglich. Ganz besonders Fachkräfte aus dem Ausland – die es zuhauf gab – durfte Manfred Stell aufgrund von Regelungen von der Regierung nicht anstellen.

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Inflation macht auch vor neuen Geschäftsideen kein Halt

In den Medien erzählt Manfred Stell zudem, dass die alkoholfreie Kneipe durchaus Gäste anlockte. Des Öfteren war das gesamte Restaurant sogar ausgebucht gewesen und das Konzept mit den alkoholfreien Getränken (und Essen) kam überall gut an. Doch aufgrund des akuten Personalmangels war das alles nicht mehr zu stemmen.

Hinzu kamen die stetig steigenden Energiepreise, welche die alkoholfreie Kneipe am Ende einfach nicht mehr rentierte. Aus diesem Grund ist Manfred Stell auch verärgert über die Regierung. Für ihn war diese Kneipe sein Traum, den er gerne weitergeführt hätte. Jetzt ist er nur noch sehr enttäuscht über das schnelle Ende.