Wirtschaftskrise: Insolvenzzahlen steigen rasant in Deutschland an

Symbolische Darstellung steigender Energiepreise. Im Vordergrund Stromleitungen und ein Strommast, im Hintergrund ein Schornstein und Hochspannungsleitungen. Darüber Diagrammkurven. Das Bild ist rötlich gefärbt.
Symbolbild © istockphoto/Andreas Balg

Aktuelle Auswertungen zeigen nun, dass es nicht nur ein subjektives Gefühl ist. Die Wirtschaftskrise ist tatsächlich in vollem Gange, denn die Insolvenzzahlen steigen in Deutschland rasant an.

Die Statistiken belegen nun, was viele schon geahnt haben. Die Insolvenzzahlen steigen in Deutschland rasant an und zeigen, wie schlecht es wirklich um die deutsche Wirtschaft bestellt ist.

Der Teufelskreis geht weiter: „Weiterhin keine Ende in Sicht“

Wenn wir von einer weiteren Insolvenz hören, fühlen wir uns nur in dem bestätigt, was wir sowieso jeden Tag denken. Ihr eigenes Geld erscheint den Bürgern nicht mehr sicher. Statt es auszugeben, wollen sie es lieber behalten, zum Beispiel für den Fall, dass sie selbst arbeitslos werden, weil ihr eigener Arbeitgeber in die Insolvenz geht. Durch das Sparen der Kunden und das verstärkte Einkaufen im Internet entgehen den regionalen Händlern dann wiederum wertvolle Gewinne. Sie können die ebenfalls gestiegenen Kosten nicht mehr tragen und gehen in die Insolvenz. Mehr Menschen verlieren ihre Arbeit. Bislang gibt es jedoch kein Licht am Ende des Tunnels. Immer mehr Wirtschaftschefs fordern die deutsche Regierung auf, endlich etwas zu unternehmen, damit man den Teufelskreis durchbrechen kann – im Sinne aller.

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Insolvenzzahlen steigen in Deutschland an: Wirtschaftskrise in vollem Gange

Was sich zunächst nach subjektiver Wahrnehmung anhörte, belegen nun auch die Statistiken. Dabei muss man bedenken, dass die Insolvenzmeldungen, die in die Berechnung mit einfließen, schon vor drei Monaten geschehen sind. Nach dieser Zeit beginnt nämlich erst die offizielle Eröffnung des Verfahrens. Deshalb ergibt sich zwar ein zeitlich verschobenes Bild, dennoch ist die Tendenz eindeutig. Im Gegensatz zum Dezember 2024 sind die Unternehmensinsolvenzen im Dezember letzten Jahres um 15,2 Prozent in der Zahl gestiegen. Im Oktober war es im Vergleich dazu noch ein Anstieg um „nur“ 4,8 Prozent.

Geschäftsaufgaben, die vor dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit stattfanden, oder generelle Aufgaben von Unternehmen werden in diese Zahlen nicht mit eingerechnet. Auch die Anzahl der Verbraucher-Insolvenzen hat zugenommen. Im Oktober 2025 meldeten 6.709 Verbraucher Insolvenz an. Dies ist ein Anstieg von 7,6 Prozent im Vergleich zum Oktober 2024.

(Quellen: eigene Recherche der Redaktion, Statistisches Bundesamt)