Wohnen wird unbezahlbar – 1,3 Millionen brauchen Hilfe vom Staat

Auf dem Bild ist eine Hand zu sehen, die mehrere Euro-Geldscheine fächerartig vor einem klaren blauen Himmel hält. Deutlich zu erkennen sind Scheine im Wert von 50, 20 und 10 Euro.
Symbolbild © istockphoto/Rmcarvalho

Für viele Menschen reicht das monatliche Einkommen heute nur noch knapp für die laufenden Kosten. Miete, Lebensmittel, Energie, Versicherungen und andere feste Ausgaben beanspruchen einen großen Teil des Budgets. Besonders Haushalte mit niedrigen oder mittleren Einkommen spüren die Belastung.

Steigende Kosten zwingen viele Haushalte zum Sparen

Viele Verbraucher versuchen, ihre Ausgaben stärker zu begrenzen. Sie verschieben größere Anschaffungen, vergleichen Preise oder verzichten häufiger auf Freizeitangebote und andere nicht zwingend notwendige Ausgaben. Auch beim täglichen Einkauf achten viele stärker darauf, wie viel sie ausgeben können. Sparen bedeutet dabei längst nicht mehr nur, Geld für spätere Ziele zurückzulegen. Für manche Haushalte geht es vielmehr darum, das verfügbare Einkommen bis zum Monatsende einzuteilen. Je höher die festen Kosten ausfallen, desto kleiner bleibt der Betrag, über den Haushalte frei verfügen können.

Wohnen wird unbezahlbar: Hohe Mieten setzen Haushalte unter Druck

Mieten zählen für viele Haushalte zu den größten monatlichen Ausgaben, hinzu kommen Kosten für Heizung, Strom und weitere Nebenkosten. Vor allem in gefragten Städten und Ballungsräumen fällt es Haushalten zunehmend schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Wer umzieht oder eine neue Wohnung sucht, muss häufig einen deutlich größeren Teil seines Einkommens für das Wohnen einplanen. Damit bleibt weniger Geld für andere Lebensbereiche. Die Entwicklung trifft nicht nur Menschen mit sehr niedrigen Einkommen. Auch Haushalte, die ihre laufenden Kosten bislang ohne Unterstützung getragen haben, können durch hohe Wohnkosten finanziell unter Druck geraten.

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Wie stark der Unterstützungsbedarf inzwischen ausfällt, zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Ende 2025 erhielten rund 1,3 Millionen Haushalte Wohngeld – 7,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und so viele wie noch nie seit Beginn der Erfassung vor mehr als zwei Jahrzehnten. Auch die Ausgaben des Staates erreichten mit knapp fünf Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Im Durchschnitt hatten die Haushalte Anspruch auf 296 Euro Wohngeld im Monat. Die regelmäßige gesetzliche Anpassung berücksichtigt die Entwicklung von Preisen und Mieten.

(Quellen: Destatis, dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)