
Raucher müssen sich auf deutlich höhere Preise einstellen. Die Bundesregierung will die Tabaksteuer ab 2027 über vier Jahre hintereinander erhöhen. Eine Packung mit 20 Zigaretten könnte dadurch bis 2030 durchschnittlich 11,36 Euro kosten.
Der entsprechende Gesetzentwurf liegt inzwischen im Bundestag. Die erste Erhöhung soll bereits zum 1. Januar 2027 greifen. Nach den Berechnungen der Bundesregierung könnte der durchschnittliche Preis einer Packung mit 20 Zigaretten dann auf 8,77 Euro steigen.
Immer teurer: Zigaretten bald für 11,36 Euro
Ein Jahr später werden bereits 9,56 Euro angesetzt. Für 2029 rechnet der Gesetzentwurf mit 10,42 Euro, bevor 2030 schließlich 11,36 Euro erreicht werden könnten. Entscheidend ist dabei die steigende Tabaksteuer. Ihr Anteil an einer durchschnittlichen Packung liegt derzeit bei rund 4,05 Euro. Ab 2027 sollen es 4,44 Euro sein, 2028 bereits 4,84 Euro und 2029 rund 5,28 Euro. Im Jahr 2030 würden schließlich 5,75 Euro Tabaksteuer auf eine Packung entfallen. Die tatsächlichen Verkaufspreise bestimmen allerdings weiterhin die Hersteller und Importeure selbst.
Betroffen sind nicht nur klassische Zigaretten. Die Bundesregierung plant ebenfalls höhere Steuern auf Feinschnitt, Zigarren und Zigarillos, Pfeifentabak, Wasserpfeifentabak und erhitzten Tabak. Auch Substitute für Tabakwaren sollen stärker besteuert werden. Hintergrund ist unter anderem die angespannte Haushaltslage. Die Bundesregierung zählt die höhere Tabaksteuer zu ihren Maßnahmen, um den Finanzierungsbedarf des Bundes zu reduzieren. Allein 2027 sollen dadurch zusätzliche Steuereinnahmen von rund 756 Millionen Euro entstehen. Bis 2030 sollen die jährlichen Mehreinnahmen auf rund 3,6 Milliarden Euro steigen.
Für die Gesundheit: Regierung dreht an der Steuer
Gleichzeitig begründet die Regierung die Pläne mit gesundheitspolitischen Zielen. Höhere Preise sollen dazu beitragen, die Raucherquote bei Jugendlichen und Erwachsenen zu senken. Die zusätzlichen Einnahmen werden allerdings nicht ausschließlich für Gesundheitsvorsorge oder die Behandlung von Rauchern eingesetzt. Sie fließen in den allgemeinen Bundeshaushalt.
Noch sind die neuen Preise außerdem nicht endgültig beschlossen. Der Bundestag muss über die geplante Änderung des Tabaksteuergesetzes beraten. Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen die ersten neuen Steuersätze am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Angesichts der aktuellen Wahlergebnisse bleibt aber abzuwarten, wie die Regierung die Reformen zur Umsetzung bringt.
(Quellen: BMF, Bundestag)














