Zu teuer: Erste Stadt streicht Zuschüsse für Balkonkraftwerke

Auf einem Balkon befindet sich ein Balkonkraftwerk mit vielen Solarzellen, die praktisch einen Sichtschutz um den Balkon herum bilden. Dahinter sieht man ein paar Bäume, eine Markise und eine Lampe, die von der Decke herunterhängt.
Symbolbild © istockphoto/Maryana Serdynska

Attraktive Zuschüsse für Balkonkraftwerke unterstützen Haushalte dabei, ordentlich Stromkosten zu sparen. Wer sich die Steckersolargeräte künftig leisten will, muss jedoch in folgender Stadt bald auf die finanzielle Hilfe verzichten.

Mini-PV-Anlagen sind praktisch, einfach anzubringen und verhältnismäßig günstig. Ein Zuschuss macht sie noch reizvoller. Wo er künftig entfällt.

Balkonkraftwerke reduzieren Stromrechnung  

Um sich vor hohen Stromrechnungen zu schützen und um ein Teil der Energiewende zu werden, müssen Mieter nicht viel tun ‒ ein Balkonkraftwerk genügt. Für die Mini-Kraftwerke, die Strom aus Sonnenlicht erzeugen, gibt es einige Landesförderungen und kommunale Zuschüsse. Besonders praktisch: Zwar muss der Vermieter zustimmen, bevor Mieter die Anlage anbringen. Seit Mitte 2024 ist es jedoch unkomplizierter geworden, die Genehmigung zu bekommen. Es besteht mittlerweile ein gesetzlicher Anspruch (§ 554 BGB).

Und wenn Vermieter doch ablehnen wollen, müssen sie einen triftigen Grund haben. Die Kosten für ein Balkonkraftwerk hängen unter anderem von Leistung, Ausstattung und Art der Installation ab. Sets für Einsteiger sind zumeist kostengünstig zu haben. Käufer sollten mindestens 200 bis 500 Euro einplanen, einige Onlineplattformen locken sogar mit deutlich billigeren Angeboten. In einer Stadt fällt der Zuschuss jetzt aber weg.

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Zuschüsse für Balkonkraftwerke: Hier entfällt die Unterstützung

Insgesamt ist die Zahl der Anträge für eine Förderung in Berlin rückläufig. Im Vergleich zu 2024 ist sie um über 60 Prozent gesunken. Zudem hat sich etwas bei der Höhe der Fördersumme getan. Im Rahmen des Förderprogramms SolarPLUS wurde die Summe auf 250 Euro angepasst. Zuvor gab es bis zu 500 Euro Unterstützung für steckfertige PV-Anlagen. Ab dem 8. Januar 2026 entfällt der Zuschuss. Der Grund für die Entscheidung sind die mittlerweile niedrigen Anschaffungskosten für Steckersolargeräte. Der Kauf für Privathaushalte rentiert sich oft auch ohne finanzielle Hilfe.

Um die Klimaziele zu erreichen, konzentriert sich Berlin in Zukunft auf größere Anlagen, etwa für Einfamilienhäuser. Gefördert werden außerdem Mehrfamilienhäuser sowie gewerbliche Dächer. So soll das Stromnetz stabilisiert und der Anteil des Solarstroms deutlich vergrößert werden. Noch gibt es viel zu tun. Berlin will bis 2035 mindestens 25 Prozent des Stroms aus Solarenergie beziehen. Rund 20 Prozent fehlen, um das Ziel zu erreichen.

(Quellen: Stadt Berlin, Balkonkraftwerke)