„Zu viel veggie“: Unternehmen für Schweinehaltung droht das Aus

Ein Unternehmen für Schweinehaltung, ein Schlachtbetrieb oder ein Schlachthof. Ein Mann oder Mitarbeiter läuft durch den Stall an den verschiedenen Stallungen vorbei, wo die Schweine untergebracht sind.
Symbolbild@imago/Funke Foto Services

Ein Unternehmen für Schweinehaltung muss nach vielen Jahren eventuell aufgeben. Die Kosten können einfach nicht mehr gedeckt werden und die Ausgaben steigen ins Unermessliche. Das traurige Ende könnte schon bald eintreten.

In Deutschland steigt die Nachfrage nach veganer und vegetarischer Ernährung. Immer mehr Menschen verzichten auf Fleisch. So muss nun auch ein Unternehmen für Schweinehaltung Insolvenz anmelden, das einst zu den Vorzeigeprojekten des Landes gehörte.

Unternehmen für Schweinehaltung – schwere Krise

Die Betreiber der Potsdamer Sauenhain GmbH sind enttäuscht, denn sie müssen ihr Unternehmen für Schweinehaltung schließen, wenn es so weitergeht. Innerhalb von neun Jahren ist es ihnen nicht gelungen, kostendeckend zu arbeiten. Die Ausgaben würden die Einnahmen übersteigen, heißt es von offizieller Seite. Dabei hatte man einst mit großen Hoffnungen begonnen. Denn das Unternehmen für Schweinehaltung war eines der Vorzeigeprojekte des Landes. Der Grund: Es ist kein Mastbetrieb, wie man ihn aus der Massentierhaltung kennt. Man wollte hier einen anderen Weg gehen und die Tiere nach ökologischen Gesichtspunkten artgerecht halten. Wirtschaftlich ist das Vorhaben nun jedoch gescheitert.

2015 wurde der Schweinemastbetrieb Potsdamer Sauernheim GmbH gegründet. Dann nach vielen Jahren der Schock: Das Unternehmen musste beim zuständigen Amtsgericht in Potsdam Insolvenz anmelden. Das Insolvenzverfahren läuft schon seit letztem Herbst. In diesem Betrieb leben die Schweine zwar im Freien und nicht in Käfigen, aber es ist dennoch kein Bio-Betrieb. Das Gelände liegt auf einer einzigen Streuobstwiese, sodass die Schweine auch den Schatten unter den alten Apfelbäumen genießen können. Die Mitarbeiter schlachten die Tiere vor Ort. Das Fleisch geht portioniert an die Kunden.

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Viel zu hohe Kosten: Niemand kauft das Fleisch

Für eine mögliche Rettung des Betrieb möchte man nun 500 Anteilsscheine zu je 200 Euro verkaufen. Das Konzept richtet sich an die Kunden, die dabei die Website besuchen und dort einzelne Teile des Schweins kaufen können. Offenbar wollten die Kunden die hohen Kosten für die faire Schweinehaltung nicht beim Fleischkauf mitbezahlen. Deshalb erfolgt nun ein Rettungsversuch der etwas anderen Art.

Im Vergleich zur normalen Bio-Haltung wurden die Schweine auf dem Hof erst bei einem Mindestgewicht von 150 Kilogramm nach etwa einem Jahr geschlachtet. Das ist doppelt so lange wie bei den meisten Bio-Betrieben. Nun bleibt zu hoffen, dass man den Betrieb doch noch erhalten kann und es gelingt, neue Absatzstrukturen für das Fleisch aufzubauen. Sonst lassen sich die Verluste nicht aufhalten.