Zu wenig Geld: Ab diesem Gehalt gilt man als arm in Deutschland

Ein älterer Mann in einer braunen Jacke, mit einer Plastiktüte in der Hand sucht in einem orangen Mülleimer nach Flaschen, für die es Pfand gibt. Immer mehr Rentner in Deutschland haben kaum Geld.
Symbolbild © imago/Dirk Sattler

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland steigen weiter an. Mieten, Energie und Einkäufe prägen zunehmend finanzielle Entscheidungen und setzen Haushalte unter Druck. Viele Deutsche haben mittlerweile zu wenig Geld.

In Deutschland steigen die Lebenshaltungskosten seit einiger Zeit deutlich. Viele Menschen müssen ihr monatliches Budget neu planen. Einkommen wachsen oft langsamer als Ausgaben. Dadurch entsteht Druck auf Familien und Alleinstehende. Viele Haushalte versuchen bereits im Alltag zu sparen.

Lebensmittel-, Energie- und Spritpreise steigen weiter

Viele Preise in Deutschland haben sich in den vergangenen Monaten erhöht. Besonders deutlich zeigt sich das bei Lebensmitteln, Energie und Kraftstoff. Supermärkte verlangen höhere Beträge für Grundnahrungsmittel, und auch frische Produkte kosten mehr als zuvor. Gleichzeitig steigen die Ausgaben an Tankstellen, was Pendler besonders belastet. Unternehmen geben gestiegene Produktionskosten oft an Kunden weiter. Dadurch erhöht sich die finanzielle Belastung im Alltag. Einige Menschen reduzieren ihren Konsum oder wechseln zu günstigeren Marken. Andere verschieben größere Anschaffungen, um ihr Budget zu stabilisieren.

Steigende Kosten setzen deutsche Haushalte unter Druck

Die steigenden Kosten belasten viele Menschen in Deutschland spürbar. Besonders Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen spüren den finanziellen Druck im Alltag. Auch soziale Aktivitäten schränken den Alltag vieler Menschen ein, weil Geld für Freizeit fehlt. Gleichzeitig entsteht Unsicherheit, weil zukünftige Preisentwicklungen schwer einzuschätzen sind. Einige Menschen suchen nach zusätzlichem Einkommen oder Unterstützung durch staatliche Leistungen. Andere greifen auf Ersparnisse zurück, um laufende Kosten zu decken. Die finanzielle Belastung wirkt sich auf das Wohlbefinden aus und führt zu Stress in vielen Lebensbereichen.

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In Deutschland misst man das Risiko von Armut daran, wie das Einkommen einer Person im Vergleich zum mittleren Einkommen der Bevölkerung liegt. Wer weniger als 60 Prozent dieses Mittelwerts zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. Für alleinlebende Personen lag diese Grenze im Jahr 2024 bei etwa 1.378 Euro netto im Monat. Somit dient dieser Wert als statistische Orientierung und zeigt die Einkommensposition im Verhältnis zur Gesellschaft.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Statistisches Bundesamt, Bundeszentrale für politische Bildung, WSI)