
Eine Statistik zeigt nun, wie viel Rente Senioren in Deutschland bekommen. Für viele reicht es einfach nicht aus, um menschenwürdig den Lebensabend genießen zu können.
Wer hierzulande das Leben nach Jahrzehnten voller Arbeit genießen will, kann dies in vielen Fällen nicht, wie indessen eine Auswertung zeigt. In Deutschland bekommen viele Senioren eine Rente, von der sie nicht mehr leben können.
„Viel zu viele“: Knausern statt genießen
In Deutschland gibt es laut dem Statistischen Bundesamt rund 21,5 Millionen Menschen, die eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Laut aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamts liegt die Armutsgefährdungsquote bei Personen ab 65 Jahren bei 18,9 bis 19,5 Prozent. Das bedeutet, dass fast jede fünfte ältere Person betroffen ist. Das sind zwischen 2,45 und 3,7 Millionen Senioren.
Nicht alle Betroffenen holen sich staatliche Hilfe. Die Zahl derer, die tatsächlich die sogenannte Grundsicherung im Alter (Sozialhilfe für Rentner) beziehen, liegt derzeit bei rund 750.000 bis 771.000 Menschen. Das Risiko für ältere Frauen ist mit 21,5 Prozent deutlich höher als bei Männern mit 17,5 Prozent, da Frauen oft geringere eigene Rentenansprüche erworben haben.
So viel Rente bekommen Senioren in Deutschland: Ein Ergebnis ist besorgniserregend
In Deutschland betrug die durchschnittliche Altersrente nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge laut den aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung zuletzt 1.195 Euro im Monat. Es gibt jedoch massive Unterschiede je nach Geschlecht, Region und den eingezahlten Beitragsjahren. Männer erhalten im Durchschnitt 1.449 Euro im Monat, Frauen dagegen nur 994 Euro monatlich.
Experten sehen dieses Ergebnis mit Sorge. Denn immer noch tritt die Mehrheit der Frauen beruflich zurück, um Kinder zu versorgen. Sie sind es auch, die ab einem bestimmten Alter des Kindes wieder anfangen, zu arbeiten – allerdings in Teilzeit. Dies führt dazu, dass Frauen nicht nur weniger Beitragsjahre zusammenbekommen, sondern aufgrund der Teilzeitbeschäftigung auch geringere Beträge einzahlen. Zudem verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt pro Stunde rund 18 Prozent weniger als Männer. Weil die Rentenbeiträge direkt an das Bruttogehalt gekoppelt sind, wirkt sich diese geringere Bezahlung sehr stark aus. Für viele Frauen erhöht sich dadurch im Alter das Risiko für eine deutlich geringere Rente.
(Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Rentenversicherung)














