Zuschuss in Deutschland: Bis zu 10.000 Euro weniger beschlossen

Eine männliche Hand hält einen frischen 200-Euro-Schein. Im Hintergrund liegen mehrere verschiedene Euroscheine, die das Bild ausfüllen. Darunter befinden sich einige 100-Euroscheine, 50-Euroscheine und 20-Euroscheine.
Symbolbild © istockphoto/urbazon

In Deutschland unterstützt der Staat manche Anschaffungen und Vorhaben mit teils hohen Zuschüssen. Ein beliebter Förderzuschuss könnte jedoch bald bis zu 10.000 Euro weniger wert sein.

Neue Förderpläne verändern eine Anschaffung und teure Veränderung der Bürger und könnten den Zuschuss für viele Eigentümer deutlich schrumpfen lassen. Bis zu 10.000 Euro weniger für einen Zuschuss, der in den nächsten Jahren noch wichtiger sein sollte, sind im Gespräch.

Wo viele derzeit profitieren, könnten sich die Regeln bald grundlegend ändern

Der Austausch alter Heizungen wird in Deutschland weiterhin gefördert. Doch wer über eine Wärmepumpe nachdenkt, sollte die Entwicklung jetzt besonders aufmerksam verfolgen. Die Bundesregierung will das Fördersystem neu ausrichten und die Zuschüsse künftig stärker an Einkommen und Familienstand koppeln. Für Hausbesitzer bedeutet das: Der Zeitpunkt des Antrags gewinnt noch mehr an Bedeutung. Gleichzeitig hat die KfW die Annahme neuer Förderanträge vorübergehend ausgesetzt, damit die neuen Vorgaben technisch umgesetzt werden können. Erst nach Abschluss der Umstellung können wieder Anträge gestellt werden.

Bevor man einen Handwerksvertrag unterschreibt, sollte jeder prüfen, welche Förderung dabei tatsächlich gilt. Außerdem empfehlen Energieberater, mehrere Angebote einzuholen. Die Gesamtkosten einer Wärmepumpe unterscheiden sich je nach Gebäudetyp, Heizsystem und Bohrarbeiten oft um mehrere Tausend Euro. Auch ein individueller Sanierungsfahrplan kann unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Fördervorteile bringen. Welche Eigentümer künftig besonders viel Geld verlieren könnten, zeigt sich allerdings erst beim Blick auf die geplanten Änderungen.

Lesen Sie auch
Preis-Hammer im Urlaub: Reisende ziehen jetzt die Notbremse

10.000 Euro – Diese Haushalte müssen mit weniger Zuschuss rechnen

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die maximal anrechenbaren Investitionskosten schrittweise sinken. Gleichzeitig werden der Klima-Geschwindigkeitsbonus und der Effizienzbonus nach und nach abgeschafft. Stattdessen sollen Haushalte mit geringerem Einkommen sowie Familien stärker unterstützt werden. Neu vorgesehen sind höhere Einkommenszuschläge und ein Kinderbonus, der Familien den Zugang zu besseren Förderstufen erleichtern soll. Eigentümer mit höherem Einkommen – insbesondere ohne Kinder – gehören dagegen zu den größten Verlierern der Reform.

Nach den derzeitigen Berechnungen könnte der maximale Zuschuss für kinderlose Haushalte mit höherem Einkommen bis 2030 von bisher bis zu 16.500 Euro auf nur noch 6.600 Euro sinken. Gleichzeitig können einkommensschwächere Familien zeitweise sogar höhere Förderbeträge erhalten als bisher. Da die neuen Regeln Einkommen, Kinder und den Zeitpunkt der Antragstellung deutlich stärker berücksichtigen, lohnt sich vor einem Heizungstausch eine sorgfältige Planung mehr denn je.

(Quellen: FOCUS online, KfW, Bundeshaushalt 2027, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)