10.000 Euro Strafe: Deutsche Gemeinden verbieten Streusalz

Es ist Winter und eine Frau streut Salz auf eine Straße. Rechts und links liegt Schnee. Autos sind auf der Straße keine zu sehen. Der Himmel ist grau und bewölkt.
Symbolbild © istockphoto/Felix Neuhaeuser

Der Winter hat Deutschland inzwischen mit Frost, Eis und Schnee im Griff. Doch wer der weißen Pracht mit Streusalz zu Leibe rückt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen, denn viele deutsche Gemeinden verbieten das Salz.

Viele deutsche Gemeinden verbieten Streusalz inzwischen als Möglichkeit, die Wege von Eis zu befreien. Wer sich nicht daran hält, muss mit Strafen von bis zu 10.000 Euro rechnen.

Schnee und Eis in Deutschland: Gehwege und Straßen werden zur Gefahr

Der Winter ist in Deutschland eingekehrt und das Jahr 2026 startet mit Schnee, Eis und Frost. Was für Kinder ein Segen ist und die Schnee-Fans unter uns begeistert, hat jedoch auch erhebliche Schattenseiten. So kommt es aufgrund von Schneestürmen und Glätte sowie Blitzeis zu vielen Unfällen auf den Straßen und Autobahnen Deutschlands. Aber nicht nur hier kommt es zu Verletzungen. Auch auf den Gehwegen passieren regelmäßig Unfälle, wenn man auf dem Eis ausrutscht und unglücklich fällt. Deshalb hat der Gesetzgeber vorgeschrieben, dass man als Eigentümer verpflichtet ist, die Wege zum Haus oder zur Wohnung zu streuen und den Schnee zu beseitigen. Wer dies nicht tut, dem kann eine Klage drohen, die viel Geld kostet.

Kein Streusalz: Deutsche Gemeinden verhängen empfindliche Strafen

Während es in den letzten Jahrzehnten üblich war, Streusalz zur Befreiung der Gehwege zu verwenden, haben sich im Laufe der Zeit immer mehr die Nachteile herauskristallisiert. Denn das Salz sickert in den Boden und wird auch durch regenreiche Jahre nicht wieder ausgespült. Pflanzen und Bäume nehmen dabei erheblichen Schaden. Zudem greift das Salz die Pfoten von Katzen und Hunden an und kann zu Verätzungen führen. Außerdem nehmen auch Hunde, die gern Schnee essen, das Salz auf und können sich dadurch Verletzungen im Magen zuziehen. Darüber hinaus gelangt das Salz ins Grundwasser und kann dort nicht abgebaut werden.

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Aus diesen Gründen verhängen viele deutsche Gemeinden eine Strafe von bis zu 10.000 Euro, wenn man Streusalz verwendet. Wer etwas Wirksames gegen Schnee und Eis im Baumarkt oder in einem anderen Markt kauft, sollte deshalb auf den Blauen Engel achten. Dieser steht für eine sorgsame Prüfung auf Schäden für die Umwelt. Es gibt jedoch auch Alternativen. So schmelzen zwar Sand, Kies und Sägespäne das Eis nicht. Sie sorgen jedoch für Standfestigkeit, sodass man nicht so leicht wegrutscht. Ist der Schnee geschmolzen, kann man den Kies oder den Sand dann aufnehmen und beim nächsten Schneefall wiederverwenden. Bei Sägespänen mahnen Experten jedoch zur Vorsicht. Diese können schnell einfrieren.

(Quellen: Eigene Recherche der KA-INSIDER-Redakteure)