
Eine bittere Nachricht erreicht nun die Öffentlichkeit: Eine Traditionsbäckerei mit über 20 Filialen ist insolvent. Besonders traurig: Ein besonders beliebtes Gebäck gibt es nur bei dieser Bäckerei und es ist für die Menschen aus der Region etwas ganz Besonderes.
Traurig und zugleich auch machtlos nehmen die Bürger aus der Region diese Neuigkeit auf: Eine Traditionsbäckerei mit über 20 Filialen, die immer eine besondere Leckerei zubereitet, ist nun insolvent.
Seit über 60 Jahren auf dem Markt: Erfolgsgeschichte mit Besonderheiten
Eigentlich kann die Traditionsbäckerei auf eine bedeutende Erfolgsgeschichte zurückblicken. Im Jahr 1963 gegründet, startete das Unternehmen mit seinen Backwaren nach der Wende in Deutschland durch. Der Betrieb erlangte dabei mit einer besonderen Spezialität regionale Berühmtheit. Zur Weihnachtszeit bietet die Bäckerei den sogenannten Domstollen an. Dieser Weihnachtsstollen wird zeitig gebacken und Ende Oktober im Keller des Doms gelagert, damit er dort nachreifen kann. In Halberstadt in Sachsen-Anhalt gehört diese Weihnachtsleckerei seitdem zum Fest dazu wie der geschmückte Tannenbaum. Nun wirft jedoch die Wirtschaftslage ihren langen Schatten über die Bäckerei.
Traditionsbäckerei mit über 20 Filialen insolvent: So soll es nun für alle Beteiligten weitergehen
Bis April bekommen die 120 Angestellten der Halberstädter Bäcker und Konditoren GmbH (kurz: HBK) noch Geld vom zuständigen Arbeitsamt. Danach will es das Traditionsunternehmen alleine schaffen. Demnach soll die Suche nach einem neuen Investor bereits in vollem Gange sein. Die Geschäftsführung schaut optimistisch in die Zukunft, denn sie hat einen Plan, der bereits in der Vergangenheit bei einem anderen Unternehmen funktioniert hatte. Die Halberstädter Konserven GmbH geriet vor einigen Jahren ebenfalls in Schieflage und konnte eine Kooperation mit dem Feinkosthersteller Käfer aus München eingehen. Dies rettete das Unternehmen vor der Insolvenz. Darauf spekuliert auch die HBK.
Die Gründe für die Insolvenz der Traditionsbäckerei sind dieselben wie bei anderen Bäckereien. Zum einen wollen die Kunden nicht mehr so viel Geld ausgeben und kaufen die Backwaren lieber in den Supermärkten und Discountern, in denen sie viel günstiger angeboten werden. Diese Einstellung bestätigen beispielsweise Kommentare in den sozialen Medien unter der Insolvenzmeldung. Zum anderen findet sich kaum noch Nachwuchs. Daran schuld seien laut Geschäftsführung die besonderen Arbeitszeiten des Bäckerhandwerks. Auch die gestiegenen Energiekosten machen den Bäckereien zu schaffen. Die Kunden merken indes noch nichts von der Insolvenz der HBK, denn in allen Filialen arbeiten die Angestellten unbeirrt weiter.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, HBK)














