14 Filialen dicht und 120 Jobs – Bäckereikette schließt für immer

Eine Kundin steht in einer Bäckerei vor einer Auslage von verschiedenen Backwaren wie Brot, Brötchen und Süßgebäck und wartet auf die Bedienung, während sie sich das Brot anschaut.
Symbolbild © imago/Sven Simon

Es ist bestätigt: Eine bekannte Bäckereikette macht 14 Filialen dicht. Die Beschäftigten des Traditionsunternehmens stehen plötzlich vor vollendeten Tatsachen. Dieser Name steckt hinter der traurigen Entwicklung in einer krisengeplagten Branche. 

Eine Bäckerei mit langer Geschichte verschwindet. Für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet dieser drastische Schritt eine ungewisse berufliche Zukunft.

Kein Ende in Sicht: Krise in der Branche hält an

In der deutschen Bäckerbranche herrscht nach wie vor Anspannung. Ein Ende der Krisenstimmung ist noch immer nicht in Sicht. Strom und Gas sind weiterhin teuer ‒ und auch bei den Zutaten gibt es immer wieder Preissprünge nach oben. Für viele Traditionsbäcker ist das trotz der steigenden Umsätze in der Branche eine Herausforderung. Die gestiegenen Ausgaben in der Produktion können oft nicht in vollem Umfang an die Kundschaft weitergegeben werden.

Erschwerend kommt der anhaltende Personalmangel hinzu. Wenn Fachkräfte fehlen, bleibt vielen Inhabern oft nichts anderes als die Kürzung der Öffnungszeiten und die Schließung von Standorten übrig. Gleichzeitig drücken die Supermärkte mit ihrer preisgünstigeren Aufbackware auf den Markt. Die Folge: Nicht jeder Betrieb rentiert sich noch. Ein bekannter Name aus dem Sauerland ist nun endgültig von dieser Entwicklung eingeholt worden. Dabei gab es zunächst Hoffnung, dass ein Teil der Filialen bestehen bleiben könnte und eine Rettung somit nicht ausgeschlossen war. Nun kam jedoch alles anders.

Lesen Sie auch
Neue Aktion: Rossmann zahlt plötzlich 500 Euro an alle Mitarbeiter

Bäckerei zieht Reißleine und macht 14 Filialen dicht

Die Firma Kayser blickt auf eine lange Geschichte seit dem Jahr 1890 zurück. Für die Verkaufsstellen, die sich unter anderem in Altena und Neuenrad sowie an weiteren Standorten befinden, kam nun das endgültige Aus. Erst 2025 hatte ein neuer Eigentümer das Ruder übernommen. Inzwischen ist klar: Alle Versuche für eine dauerhafte Rettung der Bäckereikette sind nun gescheitert. Es fand sich kein weiterer Geldgeber, der das finanzielle Risiko für die vorhandene Struktur tragen wollte. Der Insolvenzverwaltung blieb deshalb keine andere Wahl als die Einstellung des Betriebs. Die endgültige Schließung der 14 Filialen bedeutet auch, dass 120 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, WDR)