2023 wird teurer: Preiserhöhungen für Zigaretten und Krankenkasse

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Mitten in der Inflation drohen weitere Preiserhöhungen. Dafür müssen die Bürger ab 2023 noch tiefer in die Tasche greifen.

Bisher sind keinerlei finanzielle Erleichterungen in Sicht. So sollen die Preise auch im nächsten Jahr unaufhörlich ansteigen. Das sind die wesentlichen Preissteigerungen.

Krankenkassen-Beiträge steigen

Ausgehend vom ersten Halbjahr 2022 wird ein finanzielles Defizit bei den Krankenkassen deutlich. Deshalb steigen die Beiträge für das kommende Jahr. Beim Zusatzbeitrag ist eine Preissteigerung von 0,3 Prozent zu erwarten. Wer 3.000 Euro brutto monatlich verdient, muss für die Krankenkasse zukünftig 50 Euro mehr pro Jahr ausgeben.

Mit dem neuen Jahr entfällt die Pflicht der Krankenkassen, die Versicherten über derartige Preissteigerungen zu informieren. Jeder Versicherte ist angehalten, auf der Webseite der Krankenversicherung nachzuschauen.

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Im Individualfall kann sich ein Wechsel zu einer anderen Krankenversicherung lohnen. Die Krankenkassen selbst legen ihre Zusatzbeiträge fest, um ein Defizit zu vermeiden.

Mehr Ausgaben für die Wohngebäudeversicherung

Viele Versicherungsnehmer leiden unter den steigenden Kosten. Der Aufschlag bei der Wohngebäudeversicherung soll auf 14,7 Prozent steigen. Diese Erhöhung ist regelkonform und geht auf einen Index zurück. Nur wenn eine Versicherung mehr als diese 14,7 Prozent berechnet, besteht ein Sonderkündigungsrecht aufseiten der Versicherten.

Mehr Geld für Flüge, Streaming und Zigaretten

Wer im nächsten Jahr in den Urlaub fliegen möchte, muss laut Angaben des ADAC deutlich mehr dafür ausgeben. Preissteigerungen von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sind nicht selten, wie zum Beispiel bei Lufthansa und Suisse International. So müssen viele Bürger auf einen teuren Urlaub verzichten oder noch mehr Geld zurücklegen.

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Laut Angaben des WDR erhöht Netflix 2023 seine Preise. Bislang konnte ein Nutzer seinen Account mit anderen Nutzern teilen. Premium-Netflix war bisher für bis zu vier verschiedene Nutzer verfügbar. Diese konnte zum selben Zeitpunkt streamen. Ab Januar ist damit Schluss. Es ist immer noch möglich, das Konto zu teilen. Netflix verlangt dafür aber einen Aufpreis von 2,99 Euro und das Anlegen eines Unterkontos.

In den letzten Monaten sind die Preise für Tabak und Zigaretten angestiegen. Dieser Trend soll sich noch bis 2026 fortsetzen. Schon im Januar müssen Raucher mehr Geld für den Kauf der Zigaretten zahlen. Eine Packung mit 20 Zigaretten kostet demnach zehn Cent mehr. Damit steigt der reguläre Preis auf 7,40 Euro.