2027 wird für Millionen teurer – Änderungen für den Geldbeutel

Eine nicht zu erkennende Person schiebt gerade einen Einkaufswagen durch einen Supermarkt oder Discouter. In diesem befinden sich wenige Artikel. Sie hält in den Händen ein geöffnetes leeres Portemonnaie.
Symbolbild © istockphoto/shih-wei

Viele Bürger haben es befüchtet, nun werden die Änderungen konkreter. Für Millionen Menschen wird das Jahr 2027 noch teurer. Insbesondere ärmere Haushalte haben noch weniger Geld zur Verfügung.

Die Pläne der Bundesregierung nehmen konkrete Formen an. Sie sind auf dem Weg, die Hürden durch Bundestag und Bundesrat zu meistern. Damit steht fest: 2027 wird wieder ein Jahr, in dem das Leben für Millionen Menschen teurer wird.

Der Bundeshaushalt 2027 – massive Kritik an den Plänen flammt auf

Der frisch von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vorgelegte Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sieht Gesamtausgaben von 555,4 Milliarden Euro vor. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr mit 524,5 Milliarden Euro. Der Etat wurde nach der ersten Beratungswoche im Bundestag gerade an den Haushaltsausschuss überwiesen. Zusammen mit den Krediten für die Sondervermögen beläuft sich die Gesamtneuverschuldung auf gut 200 Milliarden Euro. Der Bund muss somit fast jeden dritten Euro über Kredite finanzieren.

Auf der andere Seite rechnet man mit 394,7 Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Um Löcher zu stopfen, greift die Regierung fast die komplette verbliebene Rücklage des Bundes mit 6,76 Milliarden Euro an. Deshalb sieht sich die Bundesregierung gezwungen, massive Sparmaßnahmen zu ergreifen. Diese treffen wieder einmal diejenigen, die sowieso schon wenig haben.

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2027 wird für Millionen teurer: Damit müssen die Bürger im neuen Jahr rechnen

De Sparmaßnahmen der Bundesregierung treffen einige Lebensbereiche. Die Steuer pro Zigarette steigt ab 2027 von 20,27 Cent auf 22,21 Cent. Für eine normale Packung bedeutet das rund 72 Cent mehr. Wer eine Packung am Tag raucht, zahlt über das Jahr gerechnet 263 Euro extra. Alkoholische Genussmittel wie Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops werden durch eine Gesetzesänderung ebenfalls teurer. Das Basiselterngeld wird künftig für maximal 12 statt 14 Monate ausgezahlt. Beim Elterngeld Plus sinkt der maximale Bezugszeitraum von 28 auf 24 Monate. Das bedeutet unterm Strich trotz leicht angehobener Höchstsätze für die meisten Paare und Alleinerziehenden deutliche finanzielle Einbußen über die gesamte Bezugszeit.

Durch veränderte Berechnungsgrundlagen werden bis 2029 schätzungsweise 238.000 Haushalte ihren Anspruch auf Wohngeld komplett verlieren. Die Regierung setzt zudem das Mindestalter für den Bezug von Unterhaltsvorschuss herab. Kinder ab 14 Jahren erhalten künftig keinen Unterhaltsvorschuss mehr. Bisher lag die Grenze bei 18 Jahren. Zudem wird der Sofortzuschlag für Kinder in armutsbetroffenen Familien nicht erhöht und verharrt auf dem aktuellen Niveau.

(Quellen: BMF, Bundesregierung)