
Leere Shampoo-Flaschen sollten Kunden in diesen Fällen nicht wegwerfen, denn sie bekommen dafür 29 Cent Pfand. Eine große Supermarktkette plant mit dieser Aktion ein vollkommen neues Projekt.
Wer leere Shampoo-Flaschen von bestimmten Herstellern hat, sollte sie nicht einfach in den Müll werfen, denn man bekommt dafür 29 Cent Pfand. Die Supermarktkette, die dieses Projekt in die Wege geleitet hat, hat bereits angekündigt, was sie damit bezwecken will.
„Es wird immer noch zu wenig recycelt“: Statistiken zeigen großes Problem auf
Deutschland hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, den Müll weiter zu reduzieren und mehr zu recyceln, der Umwelt zuliebe. Die Recyclingquoten sehen für Kunststoff und Glas eigentlich ordentlich aus. 63 Prozent der Kunststoffmaterialien werden recycelt. Bei Glas liegt die Quote mit über 90 Prozent sogar deutlich höher.
Anders sieht es jedoch in der Kosmetikbranche aus. Hier gelangen die meisten Verpackungen in den Restmüll. Die Recyclingquote liegt bei etwa 14 Prozent. Die Probleme liegen auf der Hand: In der Kosmetikbranche werden viele Mischmaterialien verwendet, was das Recycling erschwert. Auch Deckel und anderes Zubehör, wie beispielsweise bei Seifenspendern, machen das Recycling nahezu unmöglich.
Leere Shampoo-Flaschen: Supermarkt zahlt bei Rückgabe 29 Cent Pfand
Eine Supermarktkette hat sich dieses Problems nun angenommen. Mit 120 Milliarden Kosmetikbehältern liegt hier durchaus Potenzial. Dies hat auch Kaufland erkannt und sich etwas einfallen lassen. An den normalen Pfandautomaten kann man rund 90 Produkte der Kosmetikhersteller Kneipp, Lavera, Sante und Logona zurückgeben und bekommt für jede Flasche 29 Cent Pfand. Einen Aufpreis bezahlen die Kunden zuvor beim Kauf des Produktes nicht.
Die Verpackungen sind mit einem digitalen Code ausgestattet. Anhand dessen kann man nachvollziehen, welche Verpackungen zurückgegeben wurden und wie oft sie bereits befüllt wurden. So wollen Kaufland und das Start-up Reo überprüfen, wie viele Flaschen zurückkommen und wie oft man sie befüllen kann, bevor sie endgültig entsorgt werden. Das Projekt startete im November letzten Jahres und soll Ende November dieses Jahres beendet werden. Dann soll auch festgestellt werden, ob sich dieses Recycling überhaupt lohnt.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, watson, Kaufland, Start-up Reo, DPG Deutsche Pfandsystem)














