
Ein weiterer deutscher Getränkehersteller ist insolvent. Eine echte Schocknachricht, denn das Unternehmen ist bereits 840 Jahre alt und hat bislang alle Tiefen gemeistert. Nun kommt eine neue Herausforderung auf den Hersteller zu.
Die Nachricht erschüttert die gesamte Branche zutiefst und sorgt für große Sorge unter den Liebhabern regionaler Spezialitäten. Viele fragen sich bang, ob die traditionsreichen Produkte dauerhaft verschwinden werden.
Beträchtliche Geschichte: Erfolg und Tradition machen das Unternehmen aus
Auf eine jahrhundertealte Geschichte kann dieses Traditionsunternehmen stolz zurückblicken. Denn seine erste Erwähnung erlebte es bereits im 12. Jahrhundert und nahm den klassischen Weg vieler Brauereien. Zunächst von Mönchen in einem Kloster mit der offiziellen Braulizenz ins Leben gerufen, kann die Brauerei auf eine lange Geschichte zurückblicken. Den Namen der Familie, die den Betrieb übernahm, hört man bereits im Jahre 1806 das erste Mal. In den Urkunden mit dem heutigen Namen steht der Betrieb jedoch erst im Jahre 1852.
Seitdem hat der deutsche Getränkehersteller viel mitgemacht. Unter anderem die Goldenen Zwanziger, danach die Wirtschaftsdepression. Die zwei Weltkriege darf man ebenfalls nicht vergessen. Und doch steht das Unternehmen heute immer noch und ist wie seit jeher bekannt für seine Qualität und seine Marken. Nun kommt jedoch eine weitere Herausforderung für die Traditionsbrauerei hinzu: Sie muss die Insolvenz meistern.
840 Jahre alt und doch auf der Liste des Pleitegeiers: Getränkehersteller kämpft um die Zukunft
Trotz des hohen Alters von 840 Jahren hat die Pleitewelle auch vor diesem traditionsreichen Unternehmen nicht Halt gemacht. Am 12. Juni hat das zuständige Amtsgericht das vorläufige Insolvenzverfahren über die Schussenrieder Brauerei Ott & Co. KG im Kreis Biberach in Baden-Württemberg eröffnet. Obwohl die Lage für Brauereien aus verschiedenen Gründen derzeit eher als schwierig gilt, zeigt man sich im Umfeld der Traditionsbrauerei vorsichtig optimistisch. Sämtliche Kunden werden weiterhin beliefert. Der Betrieb läuft wie gewohnt weiter und die 50 Angestellten bleiben dem Unternehmen ebenfalls erst einmal erhalten. Sie bekommen ihre Löhne und Gehälter für drei Monate über das Insolvenzgeld.
Einen konkreten Grund, wieso die Brauerei in Schieflage geraten ist, hat der Insolvenzverwalter bislang noch nicht genannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass es sich um klassische Gründe wie den starken Rückgang des Bierkonsums in der Bevölkerung sowie die hohen Rohstoff- und Energiekosten handelt.
(Quellen: SWR, Schwäbische Zeitung, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














