Ab Juli: Supermärkte müssen neuen Service für Kunden einführen

Symbolbild

Der Juli hält viele Änderungen bereit. Eine davon ist die neue Service-Pflicht von Händlern. Verbraucher profitieren davon.

Supermärkte und Discounter sind ab dem 01. Juli zu einem neuen Service verpflichtet. Sie müssen ab dann Elektromüll annehmen.

Der neue Service ist mit Vorgaben verbunden

Elektromüll anzunehmen, ist jetzt Pflicht. Das besagt das neue Gesetz. Betroffen sind Einzelhändler mit einer Gesamtfläche von mehr als 800 Quadratmeter. Außerdem müssen sie auch Elektrogeräte im Sortiment führen.

Das Gesetz verpflichtet auch Händler wie Kaufland und Lidl. Dabei handelt es sich um eine grundsätzliche Pflicht. Die Supermärkte und Discounter müssen auch die Geräte zurücknehmen, wenn es sich nicht um eigene Geräte handelt. Für Verbraucher ist dieser Service kostenlos.

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Umsetzung in die Praxis ist noch unklar

Wie das alles in der Praxis laufen soll, steht noch nicht fest. Es fehlt an konkreten Konzepten.

Auch von der deutschen Umwelthilfe kommt Kritik: Es sei schockierend zu sehen, dass viele Unternehmen in Deutschland trotz einer langen Vorbereitungszeit von mehr als einem Jahr noch immer keine verbraucherfreundlichen Konzepte hierfür vorgelegt hätten. Dies sagt Umwelthilfe-Geschäftsführerin Barbara Metz.

Auch für Verbraucher gelten Vorgaben. Grundsätzlich sie ab Juli alle Arten von Elektromüll zurückgeben. Zumindest, sofern das Unternehmen selbst Elektrogeräte führt und mindestens 800 Quadratmeter groß ist.

Doch letztendlich ausschlaggebend ist die Größe: Geräte mit einer Kantenlänge von weniger 25 Zentimetern können in der Filiale kostenlos abgegeben werden. Es muss dafür auch nichts Neues gekauft werden.

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Größere Geräte, mit einer Kantenlänge von 25 Zentimetern und größer können ebenfalls abgegeben werden. Dies allerdings nur, wenn zugleich ein neues Gerät derselben Art gekauft wird.

Wenn ein Verbraucher also eine neue Küchenmaschine im Sortiment entdeckt, kann sein altes Gerät gleich in der Filiale lassen. Unabhängig von der Größe.

Das ist natürlich besonders dann interessant, wenn es um große Geräte geht. Zum Beispiel Klimaanlagen, die ebenfalls in Supermärkten und Discountern verkauft werden.

Nutzer auf Facebook äußern Bedenken

An sich kommt die Änderung mit den Elektrogeräten gut an. Doch Nutzer haben Bedenken, was das Recycling betrifft. Sie stellen sich die Frage, was die Discounter mit den Altgeräten machen.