
Deutschland spürt die Folgen trockener Jahre. München reagiert deshalb mit strengen Regeln und schränkt die Nutzung von Wasser ein. Das Gießen ist ab sofort verboten.
Wasserknappheit entwickelt sich weltweit zu einer immer größeren Herausforderung. Viele Länder kämpfen bereits mit sinkenden Wasservorräten, weil Flüsse weniger Wasser führen und Böden immer stärker austrocknen. Gleichzeitig steigt der Bedarf, denn Landwirtschaft, Industrie und private Haushalte benötigen täglich große Mengen.
Deutschlands Wasservorräte geraten zunehmend unter Druck
Die Folgen der Wasserknappheit zeigen sich längst auch in Deutschland. In vielen Regionen sinken die Wasserstände von Flüssen und Seen, außerdem trocknen Böden nach längeren niederschlagsarmen Phasen stärker aus. Dadurch wächst der Druck auf die verfügbaren Wasservorräte. Besonders in den Sommermonaten steigt der Verbrauch deutlich an, weil viele Menschen ihre Gärten bewässern oder Wasser für andere Zwecke im Freien nutzen. Gleichzeitig füllen sich die natürlichen Reserven langsamer wieder auf. Deshalb beschäftigen sich Städte und Gemeinden zunehmend mit Maßnahmen, um den Wasserverbrauch zu begrenzen.
Ab sofort verboten: München reagiert mit scharfen Maßnahmen
Mehrere Faktoren tragen zur Wasserknappheit bei. Bleibt es über längere Zeit trocken und fällt nur wenig Regen, gelangt weniger Wasser in Böden, Flüsse und das Grundwasser. Gleichzeitig steigt der Verbrauch oft deutlich an, sobald hohe Temperaturen viele Menschen dazu veranlassen, Gärten zu gießen oder Wasser im Außenbereich zu nutzen. Dadurch treffen ein geringeres Angebot und eine höhere Nachfrage aufeinander. Die vorhandenen Reserven nehmen deshalb schneller ab. Hält diese Entwicklung an, müssen Städte und Gemeinden eingreifen, damit genügend Wasser für die öffentliche Versorgung zur Verfügung bleibt.
Die Stadt München reagiert auf den deutlich gestiegenen Wasserverbrauch mit verbindlichen Einschränkungen. Nach Angaben der Stadt lag der tägliche Verbrauch zuletzt bei mehr als 360 Millionen Litern und damit klar über dem üblichen Durchschnitt von rund 300 Millionen Litern. Deshalb gilt seit dem 14. Juli eine Allgemeinverfügung, die den Umgang mit Trinkwasser, Grundwasser sowie Wasser aus Seen und Flüssen regelt. Zwischen 9 und 19 Uhr dürfen Rasenflächen, Hecken, Beete und Zierpflanzen nicht bewässert werden. Außerdem untersagt die Stadt das Befüllen privater Pools, den Betrieb von Springbrunnen sowie das Entnehmen von Wasser aus Oberflächengewässern im Stadtgebiet. Wer gegen die Vorgaben verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen.
(Quellen: MDR, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














