Abgeschmiert: Viele Marken-Spülmittel fallen bei Öko-Test durch

Viele verschiedene, bunte Geschirrspülmittel in Plastikverpackungen stehen in einem Supermarktregal. Eine Hand greift zu einem der Geschirrspülmittel; der Kunde hat sich entschieden und möchte das Geschirrspülmittel kaufen.
Symbolbild © istockphoto/FangXiaNuo

Viele Produkte in Deutschland werden regelmäßig von Öko-Test geprüft, um Verbraucher zu informieren. Nun fielen viele Spülmittel bei Öko-Test durch. Ursache sind chemische Inhaltsstoffe und fehlende Kennzeichnungen, trotz EU-Vorschriften.

Öko-Test nimmt regelmäßig alltägliche Haushaltsmittel wie Lebensmittel, Kosmetik oder Reinigungsmittel unter die Lupe. Ziel ist es, Konsumenten verlässliche Informationen zu bieten. Nun fielen zahlreiche Spülmittel im Qualitätstest durch.

Viele Haushaltsreiniger belasten Gesundheit und Umwelt

Die Ergebnisse von Öko-Test erscheinen in Form von Testberichten, in denen Produkte nach Kriterien wie Inhaltsstoffen, Leistungsfähigkeit und Umweltwirkung bewertet werden. Besonders Reinigungsmittel stehen immer wieder im Fokus, da sie chemische Stoffe enthalten, die sowohl Gesundheit als auch Umwelt belasten können. Für viele Käufer dienen die Bewertungen als Entscheidungshilfe beim täglichen Einkauf. Die Prüfungen sind notwendig, weil Verbraucher täglich mit einer Vielzahl chemischer Inhaltsstoffe in Kontakt kommen. Ohne unabhängige Tests ist schwer abzuschätzen, welche Produkte unbedenklich sind und welche potenziell gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Zudem zeigen Vergleichstests Unterschiede in der Reinigungsleistung, die für die praktische Nutzung entscheidend sind.

Viele Produkte unterliegen strengen EU-Vorgaben. Reinigungsmittel müssen etwa Kennzeichnungen enthalten, die Verbraucher über mögliche Gefahren informieren. Seit Anfang 2025 verlangt die EU einen Unique Formula Identifier (UFI) für chemisch oder gesundheitlich riskante Produkte. Diese Kennzeichnung erleichtert die Rückverfolgbarkeit im Notfall und soll Unfälle verhindern. Neben Sicherheitskennzeichnungen gelten Vorschriften zu Inhaltsstoffen, Verpackung und Umweltfreundlichkeit. Hersteller müssen sicherstellen, dass ihre Produkte diese Vorgaben erfüllen, sonst drohen Sanktionen. Die Regelungen sollen einheitliche Standards innerhalb der EU schaffen.

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Standards nicht erfüllt: Spülmittel fallen bei Öko-Test durch

Bei einem aktuellen Öko-Test vieler Marken-Spülmittel zeigte sich, dass die meisten Produkte im Praxiseinsatz nicht überzeugen. Nur knapp die Hälfte erreichte die Noten „gut“ oder „sehr gut“. Flüssige Standardspülmittel schnitten insgesamt schlechter ab. Besonders positiv fiel das Rewe-Konzentrat Ja! Ultra Power auf, das durch seine Leistungsfähigkeit und lange Haltbarkeit überzeugte. Auch das Fairy-Konzentrat lieferte gute Ergebnisse, jedoch fehlte der gesetzlich vorgeschriebene UFI-Code.

Das Pril Original Spülmittel Grüner Apfel Limette erhielt im Öko-Test lediglich die Note „ausreichend“ aufgrund des Inhalts von Methylisothiazolinon (MIT) und schwer abbaubarer Tenside, die die Umwelt belasten können. Das schlechteste Ergebnis erzielte das Fit Original Spülmittel, das aufgrund von zu viel Formaldehyd die Note „mangelhaft“ erhielt, da dieser Stoff bei Hautkontakt problematisch ist.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Öko-Test, Verbraucherzentrale)