Abschied: Edeka schmeißt alte Kult-Marken aus allen Regalen

Eine Verkäuferin von Edeka in der Edeka-Uniform räumt die Regale in der Kühlabteilung ein. Pudding und Joghurtbecher befinden sich im Regal. Eine beliebte Kultmarke soll aus dem Supermarkt verschwinden.
Symbolbild © imago/Arnulf Hettrich

Alte Kult-Marken von Edeka verschwinden: Der Supermarkt hat eine Entscheidung getroffen, die sich auf die Regale in den Filialen auswirkt. Wer seinen Wocheneinkauf erledigen will, wird demnächst wohl nicht schlecht staunen.

Eine Änderung in den Edeka-Filialen könnte für Verwirrung sorgen. Der Händler wagt einen großen Schritt und streicht bestimmte Marken aus dem Sortiment.

Markenprodukte bekommen zunehmend Konkurrenz

Ob Schokolade, Shampoo oder Ketchup: Beim Einkaufen dürfte vielen Verbrauchern bereits aufgefallen sein, dass klassische Markenprodukte zunehmend Konkurrenz von Eigenmarken der Händler bekommen. In den letzten Jahren und insbesondere im Zuge der Inflation setzen diese verstärkt auf konkurrenzfähige Handelsmarken. So sollen Kunden nicht nur eine größere Auswahl und eine bessere Vergleichsmöglichkeit bekommen, sondern sich auch stärker an Discounter oder Supermärkte binden. Ein weiterer Pluspunkt sind regionale Produkte. In dieser Hinsicht geht Edeka nun einen Schritt, der für einige Veränderungen in den Regalen sorgt.

Bei Edeka verschwinden alte Kult-Marken ‒ das ist der Grund

Die Marke „Edeka Regional“ ersetzt bisherige Regionalmarken des Lebensmittelhändlers. Konkret bedeutet die Änderung also, dass bereits existierende Marken wie „Edeka Heimatliebe“ durch Edeka Regional ausgetauscht werden. Für Kunden heißt das, dass sie nicht nur einen neuen Namen, sondern auch ein einheitliches Design vorfinden, während alte Verpackungen verschwinden. Auf diese Weise will Edeka für mehr Einheitlichkeit sorgen. Das steigert zugleich den Wiedererkennungswert.

Lesen Sie auch
Trick: Immer mehr Menschen verteilen Küchenabfälle auf Pflanzen

Im Zuge der strategischen Änderung wird die Wichtigkeit regionaler Produkte betont, denn diese seien für Edeka „mehr als ein Angebot“. Das Unternehmen erklärt zum Beispiel, dass man mit der neuen Marke auch landwirtschaftliche Betriebe unterstützen wolle. Die Umstellung soll schrittweise erfolgen. Der Supermarkt ist nicht das einzige Unternehmen, das in den letzten Jahren verstärkt mit Regionalität und Nachhaltigkeit wirbt. Insgesamt legen immer mehr Verbraucher großen Wert auf die Herkunft der verfügbaren Produkte im Lebensmittelhandel, sodass Händler den Trend erkannt haben. Verbraucherschützer verweisen jedoch darauf, sich nicht blind auf Etiketten, Designs und Werbeversprechen zu verlassen, sondern kritisch zu bleiben.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Edeka)