Ära endet: Wäsche soll nicht mehr bei 60 Grad gewaschen werden

Ein Korb mit Wäsche steht vor einer geöffneten Waschmaschine. Der Korb ist voll mit großen Laken und anderer Wäsche, sodass diese schon fast auf dem Boden hängt.
Symbolbild @ istockphoto/PeopleImages

Die Wäsche bei 60 Grad zu waschen, ist für viele nach wie vor der Klassiker. Dieser Maßstab gilt mittlerweile jedoch als überholt. Experten erklären, wie Haushalte ihre Kleidung, Bettwäsche und Handtücher stattdessen sauber und rein bekommen und gleichzeitig bares Geld sparen. 

Schluss mit dem 60-Grad-Waschgang! Wer wirklich sparen will, ohne Abstriche bei der Sauberkeit zu machen, wählt eine andere Temperatur. So zumindest lautet die überraschende Empfehlung vieler Experten.

Wäsche bei 60 Grad waschen: Nicht immer eine gute Idee

In deutschen Haushalten landen wöchentlich etwa zwei bis vier Waschladungen in der Waschmaschine. Ob Socken, Handtücher oder Hosen: Eine Temperatur von 60 Grad ist für einige immer noch der goldene Standard. Regelmäßig einen hohen Waschgrad zu wählen, verbraucht jedoch langfristig nicht nur viel Energie und steigert somit die CO₂-Produktion, sondern kann auch die Stromrechnung erhöhen. Experten erklären, dass heutzutage deutlich niedrigere Waschtemperaturen ausreichen, ohne wesentliche Abstriche bei der Sauberkeit und Hygiene zu machen. Einige Haushalte dürften die Zahlen überraschen.

Hygienisch sauber: Dieser Waschgrad genügt schon 

Laut Umweltbundesamt (UBA) genügen 20 bis 30 Grad bereits, um verunreinigte Buntwäsche wieder rein zu bekommen. Wer Bett- und Unterwäsche sowie Handtücher bisher bei 60 Grad gewaschen hat, kann außerdem auf 40 Grad heruntergehen. Die Temperatur reicht oft aus, um viele Keime sowie Flecken und Schmutz wirksam zu entfernen. Allerdings gibt es Ausnahmesituationen, die eine höhere Waschtemperatur erfordern können. Das ist beispielsweise bei Erkrankungen der Fall.

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Gerade im Herbst und Winter steigen die Infektionszahlen deutlich an. Betroffene Haushalte sollten Handtücher, Kleidung und Bettlaken dann bei 60 Grad waschen, um Krankheitserreger abzutöten. Auch für Stoffwindeln oder stark verschmutzte Wäsche wählen Familien am besten höhere Temperaturen. Haushalte mit immungeschwächten Personen sollten ebenfalls auf eine gründliche Reinigung achten und einen entsprechenden Waschgrad wählen. Ansonsten gilt jedoch: Wer auf Energie und Umwelt achten und gleichzeitig etwas Geld sparen möchte, kann ruhig bei 30 Grad waschen. Zusätzlich hilft es, hin und wieder das Eco-Programm zu wählen und auf die Vorwäsche zu verzichten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Verbraucherzentrale, Waschmittelempfehlungen von Persil)