
Das schockiert viele: Veganer essen oft vollkommen unwissend tierische Inhalte mit. Bei vielen Lebensmitteln rechnet niemand damit, dass sie nicht vegan sind. Teilweise ist das sogar richtig ekelig.
Veganer müssen gut aufpassen, damit sie nicht aus Versehen tierische Inhalte mitessen. Denn das geht bei vielen Produkten schneller als gedacht. Teilweise versteckt sich darin sogar ein Teil eines Insekts.
Achtung: Die meisten Badezimmer sind nicht vegan
Während viele Deutsche niemals auf Frikadellen und Schnitzel verzichten wollen würden, entscheiden sich gleichzeitig immer mehr Menschen dazu, tierischen Lebensmitteln den Rücken zuzukehren. Veganer gehen dabei so weit, dass sie nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf Milchprodukte und Eier verzichten. Theoretisch könnte es ziemlich einfach sein, sich im Alltag tierfrei zu bewegen, doch die Industrie macht es kompliziert.
Denn häufig verstecken sich tierische Bestandteile vollkommen unerwartet unter E-Nummern in unscheinbaren Produkten. Mittlerweile wissen die meisten, dass viele Weingummi-Sorten Gelatine enthalten, und wählen bewusst vegane Alternativen. Doch auch Rasierklingen enthalten den Stoff, welcher aus kollagenhaltigem Gewebe und den Knochen von Schweinen und Rindern gewonnen wird. Die Klingen werden allzu oft damit geschmiert. Wer in der Drogerie unterwegs ist, sollte außerdem die Packung der eigenen Zahnpasta genauestens untersuchen. Immerhin nutzen Firmen auch hier allzu gerne Glycerin oder Bienenwachs, um die Konsistenz zu verbessern. Besonders schlimm wird es dann jedoch, wenn Veganer tierische Inhalte aus Versehen auch noch mitessen.
Ekelhaft: Hier steckt nicht nur Gelatine drin
Käse ist ohnehin auch für viele Vegetarier tabu, da bei der Herstellung allzu oft auch tierisches Lab verwendet wird. Traditionell wird das aus Kälbermägen gewonnen. Noch ekliger wird es dann jedoch bei roten Süßigkeiten, Streuseln, Lippenstift und Nagellack. Denn die rote Farbe erreichen die Unternehmen größtenteils durch den Einsatz von E120. Hinter der Bezeichnung versteckt sich Cochenille.
Damit essen Veganer nicht nur irgendeinen tierischen Inhalt mit. Genau genommen verzehren sie dabei Teile von Läusen. Denn die Eier der weiblichen Cochenille-Schildlaus enthalten genau den Farbstoff, der so schön knallig rot ist. Die Tiere werden deshalb in Massen gezüchtet und getrocknet, um das „echte Karmin“ zu gewinnen. Zu finden ist es in Eiscreme, Joghurt, Suppen, Fruchtsäften, Kuchen und zahlreichen Süßwaren. Wer es nicht essen will, muss die Verpackungen gut nach den Bezeichnungen Cochenille, Carmine, Karmin und Karminsäure durchsuchen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Verbraucherzentrale, Lebensmittelhersteller, Ernährungsberater, Food-Experten)














