
Immer mehr Kunden kaufen im Supermarkt Produkte speziell für den Airfryer. Doch ahnen viele von ihnen wahrscheinlich nicht, dass es sich dabei häufig um reine Abzocke handelt, und sie kräftig draufzahlen.
Airfryer erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit in deutschen Küchen. Immerhin versprechen die Heißluftfritteusen knuspriges Essen ganz ohne zusätzliches Fett. Die Lebensmittelhersteller verdienen sich indes ein goldenes Näschen mit dem Trend.
Airfryer: vermeintlich gesund, doch teuer
Airfryer versprechen knusprige Pommes, Nuggets, Fischstäbchen und andere Speisen mit wenig oder ganz ohne zusätzliches Öl. Der Trend hat auch längst die Supermärkte erreicht: Neben den eigentlichen Heißluftfritteusen finden sich dort immer mehr spezielle Produkte, die angeblich perfekt für die Zubereitung im Airfryer geeignet sind. Doch bei manchen Angeboten stellt sich die Frage: Handelt es sich wirklich um sinnvolle Produkte oder teilweise um eine geschickte Form der Abzocke?
Ein Beispiel sind spezielle Airfryer-Fertiggerichte. Pommes, Nuggets, Gemüse und andere Snacks bekommen schlicht den Hinweis aufgedruckt, dass sie besonders schnell und einfach im Airfryer zubereitet werden können. Häufig sind diese Produkte jedoch deutlich teurer als vergleichbare Lebensmittel. Dabei ist der Unterschied nicht immer nachvollziehbar. Normale Tiefkühlpommes lassen sich beispielsweise ebenfalls problemlos in einem Airfryer zubereiten. Ein spezieller Aufdruck bedeutet deshalb nicht automatisch, dass das Produkt besser ist.
Abzocke: Nur weil „Airfryer“ draufsteht, ist es nicht automatisch besser
Es kommt sogar vor, dass bereits gängige Produkte besser abschneiden, als die vermeintlich speziell entwickelten. Laut eines Produkttests des SWR verhält es sich bei speziellen Produkten wie dem Pommes-Gewürz ganz ähnlich. Am Ende konnte die klassische Variante nicht nur mit mehr Inhalt, sondern auch mit einem besseren Geschmack überzeugen. Ähnlich verhält es sich mit Backpulver – auch hier überzeugt die herkömmliche, günstige Packung mehr, als das überteuerte Airfryer-Produkt.
Der Mehrwert solch ausgewiesener Artikel ist im Alltag also fraglich. Vielleicht lohnt es sich, zunächst das herkömmliche Produkt zu testen, bevor man im Supermarkt zum teureren Spezialprodukt greift. Schließlich kann auch das Zubehör zum Kostenfaktor werden. Backpapier, Silikonformen, Grillmatten oder spezielle Einsätze werden teilweise als unverzichtbares Airfryer-Zubehör vermarktet. Damit kann eine Heißluftfritteuse schnell zur Kostenfalle mutieren. Experten kennen derlei Trend-Entwicklungen jedoch und warnen deshalb davor, in ebendiese Falle zu tappen.
(Quellen: SWR, VZ Berlin)














