
Trinkwasser gilt in Deutschland als eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel. In den meisten Regionen kann es bedenkenlos direkt aus dem Wasserhahn getrunken werden. Jetzt tauchen Chemikalien im Trinkwasser auf.
Moderne Aufbereitungsverfahren sorgen dafür, dass Verunreinigungen entfernt und wichtige Mineralstoffe erhalten bleiben. Für Verbraucher bedeutet das: Leitungswasser ist in vielen Fällen auch nachhaltiger und kostengünstiger als abgefülltes Wasser aus dem Handel.
Trinkwasserqualität in Deutschland bleibt eine der sichersten
In vielen Regionen der Welt trinken Menschen Wasser aus dem Hahn nur unter Risiko. Gründe dafür sind häufig mangelnde Infrastruktur, unzureichende Reinigungssysteme und die Gefahr mikrobiologischer Verunreinigungen. Besonders in Teilen Asiens, Afrikas und Südamerikas sind Leitungsnetze veraltet oder undicht, sodass Krankheitserreger, Schwermetalle oder chemische Rückstände in das Wasser gelangen können. In einigen Ländern fehlen zudem strenge gesetzliche Vorgaben oder die finanziellen Mittel, um Wasserwerke regelmäßig zu modernisieren. Die Prüfung der Trinkwasserqualität in Deutschland folgt einem klaren gesetzlichen Rahmen.
Chemikalien tauchen im Trinkwasser auf
Wasserversorger müssen regelmäßig Proben entnehmen. Diese Proben werden in zertifizierten Laboren auf eine Vielzahl von Parametern untersucht: darunter mikrobiologische Belastungen, chemische Stoffe, Schwermetalle sowie der Gehalt an Mineralstoffen. Die Trinkwasserverordnung legt Grenzwerte fest, die strikt einzuhalten sind. Werden Auffälligkeiten festgestellt, müssen Versorger sofort handeln und die Bevölkerung informieren. Zusätzlich überwachen Gesundheitsämter die Einhaltung der Vorschriften. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat im Sommer und Herbst an insgesamt 46 Standorten bundesweit Leitungswasserproben genommen und untersuchen lassen.
Nach Angaben der Organisation wurden in nahezu allen Proben sogenannte PFAS – per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – festgestellt. Lediglich vier der untersuchten Wasserproben wiesen keinerlei Rückstände dieser Stoffe auf. Das Ergebnis: Die Substanzen sind nahezu überall messbar, blieben jedoch in allen Fällen unterhalb der geltenden Grenzwerte. PFAS sind künstlich hergestellte Chemikalien, die in vielen Industrie- und Alltagsprodukten verwendet werden und sich nur sehr langsam in der Umwelt abbauen.
(Quellen: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft)














