
Was Aldi in den Filialen eingeführt hatte, findet nun sein Ende. Die Kunden werden diese Veränderung gleich bemerken. Allerdings überwiegt nach den Reaktionen der Verbraucher wohl eher die Freude.
Eigentlich wollte Aldi mit dieser Änderung in seinen Filialen modern in die Zukunft gehen. Doch nun hat dieses Vorhaben ein Ende gefunden und wird wohl so schnell nicht wiederkommen. Die Kunden sind darüber keineswegs traurig.
Moderner Einkauf mit modernem Konzept: Discounter und Supermärkte rüsten auf
Vorbei sind die Zeiten, in denen man ausschließlich klassisch an der Kasse anstehen und die Einkäufe aufs Band legen musste. Viele Discounter und Supermärkte haben dieses Konzept nämlich bereits um SB-Kassen erweitert. Hier scannen die Kunden ihre Waren selbst, bezahlen mit Karte und können durch das Scannen des Kassenbons eine Schranke öffnen, um den Markt zu verlassen. Eingerichtete Kameras und Kontrollen von Sicherheitspersonal sollen dem Diebstahl weitgehend Einhalt gebieten. Kaufland setzt beispielsweise auf das Scannen während des Einkaufs. Über die Kaufland-App registriert man sich und kann mithilfe eines mobilen Scanners die Waren erfassen, bevor man sie in den Einkaufswagen legt. An einer SB-Kasse erfasst man den Betrag und kann diesen mit Karte zahlen.
Aldi beendet Projekt in den Filialen: Die Mehrheit ist erleichtert
In einer Filiale in der Greenwich High Road in London hatte Aldi das „Shop&Go“ ausprobiert. Bevor die Kunden die Filiale betreten konnten, mussten sie sich quasi mit ihrer Bankkarte identifizieren. Der Discounter buchte dann ein Pfand von zehn Euro ab. Danach konnten die Kunden in der Filiale nach Herzenslust einkaufen. Installierte Kameras registrierten, was die Kunden kauften oder wieder ins Regal legten. Der Betrag wurde einfach vom Konto abgebucht. Kein Scannen, kein Personal, keine Kartenzahlung. Alles lief automatisch im Hintergrund. Bei erfolgreichem Testlauf wollte der Discounter mehrere Filialen auf diese Weise ausstatten.
Nach vier Jahren erklärt Aldi das Experiment jedoch für beendet. Eine Erweiterung gibt es nicht. Denn das Projekt verlief nicht so reibungslos wie erhofft. Zum Beispiel bemängelten die Kunden, dass bei einem geringeren Einkaufsbetrag von zehn Euro oder wenn sie gar nichts einkauften, die Erstattung des Betrages mehrere Tage dauerte. Zudem seien die Kunden vor dem Einkauf über diese Pfandgebühr nicht informiert worden. Erst als sie sich mit ihrer Bankkarte bereits registriert hatten, erschien ein entsprechender Hinweis. Die Kunden empfanden dies als mangelnde Aufklärung. Damit zeigt sich, dass sowohl das System als auch die Menschheit noch nicht reif genug für ein solch futuristisches Konzept sind.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, BirminghamLive)














