
Der Startschuss ist gefallen: Discounter Aldi verbannt die Lieblingswurst vieler Verbraucher endgültig aus den Filialen. Schon bald kommen weitere Änderungen auf Kunden zu. Warum der Discounter zu der drastischen Maßnahme greift, wissen viele noch gar nicht.
Beim Wocheneinkauf dürften einige Kunden erstaunt sein. Discounter Aldi hat bestimmte Fleischprodukte vollständig aus dem Sortiment genommen. Wer seine Lieblingswurst nicht mehr findet, sollte sich deshalb nicht wundern.
Aus und vorbei: Aldi verbannt Lieblingswurst vieler Verbraucher aus den Filialen
Fleisch ist ein wichtiger Teil des Speiseplans vieler Menschen in Deutschland. Der Pro-Kopf-Verzehr liegt bei über 51 Kilogramm. Allerdings müssen Verbraucher seit kurzem womöglich auf ihre Lieblingswurst verzichten, die sie bisher bei Aldi Süd eingekauft haben. Der Discount-Riese hat beschlossen, eine wesentliche Änderung vorzunehmen: Ab sofort bietet der Einzelhändler nur noch Fleisch, Wurst und Salami an, die spezielle Kriterien erfüllt. Für Verbraucher hat die Änderung mehrere Folgen.
Einerseits müssen Kunden sich nach alternativen Produkten umschauen, die etwas teurer sein könnten. Andererseits stellt der Discounter mit der Maßnahme sicher, dass Verbraucher auf Fleischwaren zurückgreifen, die aus einer besseren Tierhaltung stammen. Wurst und andere Fleischprodukte, die unter die sogenannte Haltungsform 1 fallen, können Kunden bei Aldi Süd nicht mehr kaufen. Die Haltungsstufe steht für den gesetzlichen Mindeststandard bei der Tierhaltung.
Aldi verbannt Lieblingswurst ‒ nur noch diese Produkte sind erhältlich
Ab sofort ist in den Kühlregalen bei Aldi Süd nur noch Fleisch zu finden, das den Mindestanforderungen der Haltungsform 2 entspricht. Das bedeutet unter anderem, dass die Tiere mehr Platz im Stall als ihre Artgenossen in der Haltungsform 1 haben. Ziel sei es, das Sortiment Schritt für Schritt so umzustellen, dass Kunden künftig Produkte auswählen, die noch bessere Haltungsformstufen vorweisen. So will man das Bewusstsein für Themen wie Tierschutz und Nachhaltigkeit stärken.
Auch andere Discounter und Supermärkte gehen diesen Weg. Aldi Nord will das Fleisch der niedrigsten Haltungsformstufe zum Beispiel noch dieses Jahr aus dem Sortiment streichen. Bisher ist die Kennzeichnung der Produkte mit den zugehörigen Haltungsformstufen übrigens noch eine freiwillige Angabe. Allerdings steht schon eine staatliche Kennzeichnung in den Startlöchern, die für eine Fleischsorte verpflichtend ist: Ab August 2025 werden Kunden diese auf der Verpackung ihres unverarbeiteten Schweinefleischs finden ‒ unter der Bedingung, dass das Fleisch tatsächlich aus Deutschland stammt.














