Aldi zieht jetzt die Notbremse – „massives Kostenproblem“

Eine moderne Filiale des Supermarkts Aldi ist vor dem blauen Himmel zu sehen. Oben auf dem Gebäude und auf einem Schild ist jeweils das Aldi-Logo abgebildet.
Symbolbild © istockphoto/jetcityimage

Aldi muss die Notbremse ziehen, weil es bei dem Discounter ein massives Kostenproblem gibt. Die Verluste der Supermarktkette sorgen auch für weitere Problematiken.

Bei Aldi Nord läuten die Warnglocken. Der Discounter soll laut einem Artikel im vergangenen Jahr starke Verluste erlitten haben. Nun steht Aldi vor einem massiven Kostenproblem. Doch damit nicht genug: Aldi Nord hat sich auch von der geplanten Zusammenführung der IT-Systeme im Einkauf mit Aldi Süd zurückgezogen.

Rote Zahlen bei dem Discounter im Norden Deutschlands

Aufgrund einer starken Inflation im letzten Jahr sind die Preise für Lebensmittel gestiegen, was Verbraucher an der Kasse deutlich zu spüren bekommen haben. Obwohl Discounter aufgrund ihres günstigeren Sortiments eigentlich profitieren sollten, mag das bei Aldi Nord nicht der Fall zu sein. Das Unternehmen befindet sich in einer Krise, obwohl es in allen europäischen Märkten höhere Umsätze verzeichnete. Dennoch scheinen die Zahlen des Unternehmens nicht zu stimmen, da es im vergangenen Jahr Verluste erlitten hat. Der Nord-Ableger soll im operativen Geschäft rote Zahlen geschrieben haben und die operative Marge betrug minus 1,4 Prozent. Auch in den europäischen Nachbarländern, wie Frankreich und Dänemark, steht Aldi Nord im Minus. Die Gewinne auf dem deutschen Markt sind ebenfalls deutlich zurückgegangen. Dass trotzdem der Umsatz gestiegen ist, lässt vermuten, dass es bei Aldi Nord ein massives Kostenproblem gibt.

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Probleme bei der IT-Zusammenführung von Aldi Nord und Süd

Aldi Nord hat sich aus einem geplanten Vorhaben mit Aldi Süd zurückgezogen, um IT-Systeme im Einkauf zu vereinheitlichen. Zu diesem Thema hat das Unternehmen bislang keine Stellungnahme abgegeben. Aldi Nord und Aldi Süd wurden von den Geschwistern Theo und Karl Albrecht gegründet, im Jahr 1961 jedoch in zwei separate Unternehmen aufgeteilt. Obwohl die geplatzte IT-Zusammenführung eine Fusion unwahrscheinlicher macht, gibt es doch eine Annäherung der Unternehmen. Beide sollen eine Holding gegründet haben, um der schwierigen Situation zu begegnen. Das Unternehmen hat sich noch nicht zu den roten Zahlen geäußert, die ein deutliches Signal sind, dass Aldi Nord jetzt die Notbremse zieht.