Aldi zieht Konsequenzen: Fleisch wird eingeschränkt in Filialen

Eine Kühlregal-Abteilung in einer Aldi-Filiale. Über dem Regal stehen die Wörter "Fleisch" und "Aktion". In den Kühlregalen liegen verschiedene Fleischprodukte in Plastikverpackungen mit Etikett und Preisangabe.
Symbolbild © imago/mix1

Tierschützer kritisieren den Verkauf. Jetzt reagiert ein Discounter: Handelsriese Aldi zieht Konsequenzen beim Fleisch und setzt so ein klares Zeichen. Während einige Verbraucher sich freuen, stößt die Ankündigung bei anderen auf große Skepsis. 

Es ist offiziell: Aldi hat eine Entscheidung getroffen. Bestimmte Fleischarten werden aus den Kühlregalen geschmissen. Verbraucherschützer warnen jedoch vor einem Missverständnis.

Aldi zieht Konsequenzen beim Fleisch: Das ändert sich jetzt

Tiere sollen nicht mehr ausgebeutet werden, fordern Tierschutzvereine und viele Veganer. Weil das Bewusstsein wächst, reagiert auch der Handel. Dazu gehört zum Beispiel Aldi Süd. Der Handelsgigant hat nun eine bedeutende Veränderung öffentlich gemacht, die er schon im kommenden Jahr umsetzen will. Allerdings stößt sie auf Widerstand und Kritik. „Macht keinen Unterschied, sorry“, ärgert sich eine Person etwa in den sozialen Netzwerken. Eine andere fällt ein milderes Urteil, schließt sich der Kritik jedoch weitestgehend an: „Gut, aber nicht befriedigend“. Dass gar kein Fleisch mehr verkauft werden soll, wird von einigen ebenfalls gefordert.

Ankündigung stößt auf Kritik von Tier- und Verbraucherschützern

Ab 2026 müssen Kunden bei Aldi Süd auf Fleisch aus einer speziellen „Haltungsform“ verzichten. Sie befindet sich auf den Verpackungen. Die Haltungsform 1 entspricht den gesetzlichen Mindestkriterien, während die Haltungsform 5 ‒ die bestmögliche Form ‒ Bio-Qualität bestätigt. Dazwischen befinden sich die Haltungsformen 2, 3 und 4. Höhere Zahlen versprechen bessere Bedingungen für die Tiere, etwa mehr Auslauf und Platz. Discounter Aldi Süd wird bald keine Frischfleischprodukte anbieten, die unter Haltungsform 1 laufen. Wurstprodukte der Form 1 hatte der Händler bereits zuvor verbannt.

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Viele Tier- und Verbraucherschützer haben eine klare Haltung dazu: Sie bleiben skeptisch. Demnach könnte man den Schritt zwar positiv werten, aber die ungelösten Probleme würden bleiben. Ein Label würde nicht automatisch eine artgerechte Tierhaltung bestätigen, sondern Verbraucher vielleicht sogar in die Irre führen. Es bestünde die Gefahr, dass Lebensmittelhändler mit solchen Anpassungen möglicherweise „Greenwashing“ betreiben. Damit sind unter anderem gezielte Kampagnen gemeint, die ein Unternehmen in ein umweltfreundliches Licht rücken, die Darstellung aber zumeist nicht den tatsächlich notwendigen ökologischen Standards entspricht. Auch in Zukunft dürfte die allgemeine Skepsis bestehen bleiben.

Quellen: Eigene Recherche der ka-insider Redakteure, Bundesministerium für Ernährung, Aldi Süd