Alle Fans hoffen darauf: Capri-Sun will Kult-Plastikstrohhalm zurück

Großaufnahme von einem Karton mit mehreren Trinkpäckchen von Capri-Sun. Im Hintergrund kann man weitere Säfte erkennen. Es handelt sich dabei offenbar um ein Regal im Supermarkt.
Symbolbild © imago/Ulrich Wagner

Darauf hoffen die Fans jetzt: Die berühmte Capri-Sun will ihre Kult-Plastikstrohhalme wieder zurückholen. Viele Menschen dürften sich darüber freuen, wenn das Trinken des Kult-Getränks wieder einfacher wird.

Nun will Capri-Sun offenbar den Plastikstrohhalm zurückholen! Viele Fans hoffen darauf, denn das Trinken aus dem Strohhalm ist um einiges bequemer.

Ankündigung: Darauf kann man sich nun vielleicht freuen

Für viele gehört er untrennbar zum Trinkpäckchen dazu: der kleine, spitze Plastikstrohhalm, mit dem man sich früher mühelos durch die silberne Folie der Capri-Sun gebohrt hat. Doch seit einigen Jahren ist genau dieses Detail verschwunden. Jetzt jedoch dürfen Fans hoffen! Denn der Getränkehersteller Capri-Sun regt Diskussionen an und will den Plastikstrohhalm zurückbringen. Der Grund für die ursprüngliche Umstellung liegt in einer EU-Richtlinie, die Einwegplastikprodukte weitgehend verbietet. Seit 2021 verwendet man deshalb Papierstrohhalme. Was auf den ersten Blick nach einer umweltfreundlichen Lösung klingt, kommt bei vielen Verbrauchern jedoch schlecht an. In sozialen Netzwerken häufen sich Beschwerden. Die Strohhalme aus Papier seien viel zu weich, würden beim Einstechen wegknicken und sich beim Trinken sogar auflösen. Kein Wunder, dass die Fans nun hoffen, dass das Plastik zurückkommt.

Capri-Sun hat nun öffentlich gemacht, dass man an einer Rückkehr der Strohhalme aus Plastik interessiert sei. Allerdings soll es sich dabei nicht um das alte Modell handeln, sondern um eine Variante aus Polypropylen – ein Kunststoff, der besser recycelbar ist als viele andere Plastikarten. Damit versucht das Unternehmen, einen Spagat zwischen Umweltfreundlichkeit, aber eben auch den Beschwerden der Konsumenten. Um politischen Druck aufzubauen, startete Capri-Sun nun sogar eine Petition. Fans dürfen also hoffen, dass es, wenn das Ziel von einer Million Unterschriften erreicht wird, eine gesetzliche Änderung geben könnte. Doch bisher ist das Vorhaben deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben: Nur rund 169.000 Menschen haben unterschrieben.

Lesen Sie auch
Experten schlagen Alarm: Deutsche sollten häufiger draußen essen

Noch darf man die Hoffnung nicht aufgeben

Diese Diskrepanz spiegelt ein grundsätzliches Problem wider, das derzeit viele Unternehmen betrifft. Nachhaltigkeit wird von Verbrauchern gefordert, aber die konkreten Änderungen stoßen auf Ablehnung. Gerade bei Produkten mit starkem emotionalem Bezug wie Capri-Sun fällt das auf. Hier geht es nicht nur um Funktionalität, sondern auch um Erinnerung, Gewohnheit und ein bestimmtes Lebensgefühl.

Hinzu kommt, dass der Strohhalm nur ein kleiner Teil eines größeren ökologischen Problems ist. Während er symbolisch für Plastikmüll steht, machen Strohhalme tatsächlich nur einen sehr geringen Anteil am gesamten Kunststoffabfall aus. Ob Capri-Sun seinen Kult-Strohhalm wirklich zurückbringen darf, ist derzeit offen. Fans dürfen hoffen, denn die Debatte ist offenbar noch nicht beendet.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Deutsche Umwelthilfe, Verbraucherzentrale Baden-Württemberg)