Alle Standorte: Bewässerungsverbot ausgeweitet in Deutschland

Eine Frau gießt Blumen im Garten. Dazu hält sie einen orangefarbenen Gartenschlauch mit Sprühaufsatz in ihrer Hand. Sie verteilt das Wasser im bunten Garten über blühenden Pflanzen, Sträuchern und Blumen. Es ist ein warmer Tag.
Symbolbild © istockphoto/ZoiaKostina

Nun hat man das Bewässerungsverbot in Deutschland ausgeweitet. Immer mehr Standorte sind davon betroffen, und dieses Verbot hat teilweise fatale Folgen für die Menschen in der Bundesrepublik.

Die anhaltende Hitze und die zunehmende Trockenheit sorgen in immer mehr Regionen Deutschlands für ein ausgeweitetes Bewässerungsverbot. Zahlreiche Landkreise und Kommunen wollen so das Grundwasser schützen. Experten rechnen damit, dass in den kommenden Wochen noch mehr Gebiete nachziehen.

Die Lage wird immer ernster

Besonders betroffen von dem ausgeweiteten Bewässerungsverbot sind derzeit Teile von Baden-Württemberg. So gelten unter anderem in den Landkreisen Böblingen, Biberach, Ravensburg, Konstanz und im Bodenseekreis Verbote für die Entnahme von Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen. Wer dort Wasser zum Gießen des Gartens oder zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen nutzen will, darf dies vielerorts nicht mehr tun. Auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt hat man in mehreren Landkreisen das Bewässerungsverbot ausgeweitet. Zudem gelten in der Region Hannover bereits seit Anfang Juni besondere Regeln. Hier darf man Gärten, Parks und Sportanlagen an Tagen mit Temperaturen von mindestens 27 Grad zwischen 11 und 17 Uhr nicht bewässern.

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Je nach Region unterscheiden sich die ausgeweiteten Bewässerungsverbote zudem. Während einige Landkreise lediglich die Wasserentnahme aus natürlichen Gewässern untersagen, verbieten andere zusätzlich das Bewässern von Grünflächen oder das Befüllen von Pools. Wer gegen die lokalen Regelungen verstößt, muss mit heftigen Bußgeldern rechnen.

Experten sprechen deutliche Warnung aus

Die Situation dürfte sich in den kommenden Wochen weiter zuspitzen. Deutschland erlebt derzeit eine außergewöhnliche Hitzewelle. Gleichzeitig fällt kaum Niederschlag, weshalb der Boden immer weiter austrocknet.

Auch der aktuelle Dürremonitor zeigt, dass zahlreiche Regionen Deutschlands bereits unter einer ausgeprägten Trockenheit leiden. Das ausgeweitete Bewässerungsverbot soll dagegen nun immerhin ein wenig entgegenwirken. Verbraucher sollten sich deshalb regelmäßig bei ihrer Kommune oder ihrem Landkreis informieren, welche Regeln vor Ort derzeit gelten. Andernfalls kann es passieren, dass man tief in die Tasche greifen muss.

(Quellen: t-online, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion)