Alle Standorte: Billigkette KiK schließt nun über 130 Filialen

Der Eingang der Kik-Filiale wirkt einladend und hell, mit roten Ballons, die den Kunden ein herzliches „Willkommen“ signalisieren. Direkt am Eingang sind Regale und Ständer mit einer bunten Auswahl an Kleidung aufgebaut: T-Shirts, Blusen, Hosen und weitere modische Teile warten auf die Besucher. Preisschilder an den Angeboten machen die günstigen Schnäppchen sofort sichtbar.
Symbolbild © istockphoto/artas

Überraschend für die Kunden kommt nun die Nachricht, dass die Billigkette KiK über 130 Filialen schließen will. Alle Standorte stehen auf dem Prüfstand, sodass Kunden und Mitarbeiter vor einer unsicheren Zukunft stehen.

KiK zieht jetzt die Reißleine und schließt über 130 Filialen. Für die Kunden kommt diese Nachricht vollkommen überraschend. Sie bangen indessen darum, dass ausgerechnet an ihrem Wohnort die Filiale schließen könnte.

Billigkette verkleinert sich: Kunden fürchten finanzielle Schwierigkeiten

Aufgrund der schlechten Nachrichten und der stetig steigenden Pleitezahlen befürchten die Menschen zurecht ein weiteres Pleiteopfer. Vor dem Hintergrund, dass Experten für dieses Jahr knapp 5.000 Schließungen im Einzelhandel vorhergesagt haben, wundert es wohl niemanden, wenn es auch bekannte und große Ketten trifft. Die Vergangenheit hat nämlich gezeigt, dass auch echte Riesen in ihrer Branche schneller fallen können, als die Kunden schauen können. Abgesehen davon sparen die Verbraucher in vielen Lebensbereichen, um für den Ernstfall genügend Geld auf der hohen Kante zu haben. Dementsprechend ziehen viele Geschäfte nun die Reißleine und sparen ebenfalls, wo sie nur können. Ist jedoch von der Schließung gleich mehrerer Filialen die Rede, gehen die Verbraucher von einer finanziellen Schieflage aus.

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KiK schließt über 130 Filialen: Das steckt hinter der Schließungswelle

Allen Vermutungen zum Trotz: KiK steckt nicht in finanziellen Schwierigkeiten. Dennoch will der Discounter alle Filialen auf ihre Wirtschaftlichkeit prüfen. Laut Angaben des Unternehmens habe man in den vergangenen Jahren zwar die Expansion vorangetrieben, getreu dem Motto: je mehr Filialen, desto mehr Kunden und desto höher die Umsätze. Diese Rechnung sei jedoch nicht komplett aufgegangen. In einigen Städten habe man die Filialen zu dicht aufeinander angesiedelt. Diesen Schritt wolle man inzwischen rückgängig machen und die Anzahl der Standorte anpassen.

Viele Kunden, aber auch die Mitarbeiter, fürchten jedoch um den Standort in ihrer Nähe. Welche Filialen es konkret treffen wird, ist bislang nicht bekannt. Selbst die Mitarbeiter scheinen nicht zu wissen, ob ihre Filiale von einer Schließung betroffen sei. 134 Filialen sollen jedoch allein in Deutschland schließen. Laut Angaben von KiK wolle man die Angestellten jedoch nicht entlassen. Sie werden entweder auf andere Standorte verteilt oder anderweitig eingesetzt. Deshalb müssen wir uns wohl noch gedulden, um zu erfahren, ob die Filiale in unserer Nähe erhalten bleibt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)