Alltagsgetränk wird zur Kostenfalle: Preise steigen weiter an

In einem Supermarkt liegen verschiedene Kaffeesorten in einem Regal. Die Preise für die Produkte sind auf gelben Schildern erkennbar. Sie sind an einem roten Balken befestigt. Einige Schilder weisen auf neue Produkte hin.
Symbolbild © imago/Waldmüller

Trotz der ansteigenden Preise wollen viele Menschen nicht auf ihr liebstes Alltagsgetränk verzichten. Doch muss man für das Luxusgut mittlerweile so tief in die Tasche greifen, dass es sich wirklich im Geldbeutel bemerkbar macht.

Morgens oder am Nachmittag ist es für viele ein Muss: Der Kaffee. Doch wird das belebende Gebräu zunehmend zum Luxusgut. Die Gründe für die immer höheren Preise sind mannigfaltig.

Kostenfalle: Preise für beliebtes Alltagsgetränk steigen weiter an

Kaffee war noch nie wirklich billig. Doch so teuer wie die Bohne derzeit ist, war sie selten. Schon vor einem Jahr war eine Preissteigerung von bis zu 30 Prozent zu spüren. Im Vergleich dazu sind es laut des Statistischen Bundesamtes inzwischen nochmals 16,7 Prozent mehr, die die Deutschen für das Heißgetränk ausgeben müssen. Im Alltag und im Geldbeutel macht sich das durchaus bemerkbar. Mit viel Glück ergattert man im Supermarkt ein Päckchen gemahlenen Kaffee für etwa 6 Euro – das aber auch nur, wenn die Sorte gerade im Sonderangebot ist. Eine Kilopackung kostete zuletzt um die 20 Euro.

Die Preissteigerung reißt ein tiefes Loch in so manche Haushaltskasse. Dennoch konsumiert jeder Deutsche pro Jahr etwa 163 Liter Kaffee. Diese Kaffeeliebhaber wollen nicht auf den Genuss verzichten und machen unter Umständen anderswo Abstriche. Oder aber man beschafft sich seinen Koffeinschuss auf illegalem Weg. Immer mehr Händler meldeten im letzten Jahr Diebstähle – und das mitunter im großen Stil. Das führte dazu, dass das begehrte Diebesgut weggeschlossen wurde.

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Gründe für die erhöhten Kaffeepreise

Die meisten Anbauregionen sind von extremen Wetterschwankungen betroffen. Dürren und massive Regenfälle zerstören mitunter ganze Ernten oder sorgen für eine schlechtere Qualität der Bohnen. Infolgedessen ist schon das Rohprodukt ein rares Gut, was auf dem Markt entsprechend teurer gehandelt wird. Auch die Produktionskosten für Kaffee steigen immer weiter – insbesondere für nachhaltige Anbaumethoden. Das schlägt sich ebenfalls auf den Endpreis nieder. Immerhin müssen die Produzenten und Arbeiter auch etwas an ihrem Produkt verdienen. Während die Kaffeepreise aktuell so hoch wie noch nie sind, prognostizieren Finanzexperten im Verlauf dieses Jahres einen Abwärtstrend. Die Marktlage könnte sich in Zukunft also etwas entspannen und damit auch das Portemonnaie.

(Quellen: Deutscher Kaffeeverband, Branchenanalysen des Lebensmittelhandels, Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts)