
Mit dem Klimawandel verändert sich auch das Verhalten vieler Tiere. Nun kündigen Experten ein einmaliges Naturschauspiel an. Eine besondere Tierart konnte in den letzten Tagen beobachtet werden – und wird sich womöglich schon bald erneut zeigen.
Nach Herbstende sollten sie hierzulande nicht mehr zu sehen sein. Doch das ändert sich gerade: Diese Tiere überraschen wohl selbst die größten Kenner mit ihrem ungewöhnlichen Verhalten.
Umweltverbände kündigen einmaliges Naturschauspiel an
Wer selbst Zeuge des Spektakels wurde, staunte nicht schlecht: Während der Weihnachtsfeiertage konnten einige Menschen in Deutschland Ungewöhnliches am Himmel beobachten. Eine besondere Tierart machte sich auf den Weg nach Südeuropa. Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet, denn wie die Umweltorganisation NABU erklärt, wäre der eigentliche Zug normalerweise längst beendet. Wegen des Klimawandels verändert sich das Verhalten vieler Tiere jedoch zunehmend. Deshalb sind einige Exemplare sogar im Winter zu sehen.
Der Grund für das veränderte Verhalten der besonderen Wesen
Als Folge der Erderwärmung beobachten Forscher und Meteorologen zunehmend milde Winter. Deutschland ist davon nicht ausgenommen. Deshalb bleiben viele Zugvögel kurzerhand hier, weil die Nahrungssuche zur kalten Jahreszeit unkomplizierter geworden ist. Kraniche zählen dazu. Nun sinken die Temperaturen jedoch nach einem vergleichsweise milden Dezember. Deshalb ziehen einige der Vögel mit Verspätung in wärmere Gefilde. Eine Herausforderung des Klimawandels ist, dass plötzliche Wetterextreme die Schreitvögel mit den langen Beinen häufiger überraschen. Tierschützer machen auf die schwierige Nahrungssuche aufmerksam, die damit einhergeht. Brut- und Rastplätze werden außerdem immer trockener, wodurch sie ihre natürlichen Lebensräume verlieren.
Die Route der Kraniche fällt im Herbst und Winter insgesamt kürzer als bisher aus. Ein Teil der Tiere steuert Frankreich statt Spanien an, so der NABU. Viele rasten in Zentralfrankreich. Bis nach Afrika fliegen Kraniche heute seltener. Zudem könnten die majestätischen Zugvögel sogar noch im Winter nach Deutschland zurückkehren, sofern die Temperaturen wieder etwas steigen. Wer sich dieses Naturschauspiel nicht entgehen lassen will, sollte in den kommenden Wochen aufmerksam bleiben. Mit etwas Glück ist es möglich, die beeindruckenden Tiere ab Mitte Januar bis Ende Februar bei Tauwetter zu sehen.
(Quellen: PETA, NABU)














