
Bei Edeka und anderen Supermärkten und Discountern soll bald ein neues Pfandsystem greifen. Damit würden die Kunden dann auch Pfand auf Gläser und andere Glasflaschen zahlen.
Schon bald soll es für die Kunden eine Änderung geben: Edeka und andere Supermärkte wollen ein neues Pfandsystem einführen. Dies würde in der Praxis bedeuten, dass die Kunden zukünftig auch Schraubgläser und Glasflaschen zurückgeben müssen, um ihr Geld zurückzuerhalten.
Umweltgedanke greift weiter um sich – mehr als nur eine gute Tat
Das Pfandsystem zieht immer weitere Kreise, so scheint es. Denn inzwischen gibt es nicht nur Pfand auf Softgetränke und Wasserflaschen. Auch Flaschen, die beispielsweise Milchprodukte enthalten, sowie Gläser, zum Beispiel Joghurt-Gläser, müssen zurückgegeben werden, wenn man das Pfandgeld zurückerhalten möchte. Und das ist noch längst nicht alles.
Inzwischen arbeiten Start-ups an weiteren Ideen für die Rückführung der Verpackungen in das Recycling. So gibt es beispielsweise Shampoo-Flaschen bestimmter Marken, die man nach dem Entleeren wieder zurückgeben kann und Geld dafür bekommt. Allerdings bezahlt man für diese kein Pfand. Nun greift erneut eine Idee um sich, um noch mehr Verpackungen recyceln zu können. Dies geschieht aber nicht, weil auch immer mehr Unternehmen plötzlich eine gute Tat vollbringen wollen, sondern hat rein praktische Gründe.
Neues Pfandsystem bei Edeka: Das ändert sich bald für die Kunden
Bei Edeka, Rewe und Lidl soll es bald auch Pfand auf Gurken- und Senfgläser sowie Flaschen mit Olivenöl geben. Zusammen mit dem Start-up Dotch, das dieses Pfandsystem bisher mit einigen Bio-Läden betreibt, haben sich 24 Hersteller dazu entschieden, das System einzuführen. Dazu gehören Kühne (bekannt durch die Gurken-Gläser und Essigflaschen), der Senf-Hersteller Develey und Feinkost Dittmann. Dotch kümmert sich dabei um die Logistik sowie die Reinigung und Wiederbefüllung. Bis zu 50 Mal sollen die Gläser und Glasflaschen wiederverwendbar sein.
Dieser Schritt geschieht jedoch nicht aus reiner Umweltliebe. Der Preis für Einwegglas steigt aufgrund der CO₂-Steuer immer weiter an, sodass die Unternehmen mehr Geld für die Behältnisse zahlen müssen. Zudem steigen auch die Preise für die Lizenzkosten für die Verpackungsentsorgung. Mit diesem Schritt wollen die Hersteller also Geld einsparen, was nun auch der Umwelt zugutekommt. Noch ändert sich für die Verbraucher nichts, denn ein Startdatum steht noch nicht fest.
(Quellen: Lebensmittel Zeitung, Deutsche Umwelthilfe, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














