
Ob bei Müller, Rossmann oder dm: Millionen Drogerie-Kunden müssen sich schon bald auf eine bedeutende Änderung gefasst machen. Hintergrund ist ein EU-Gesetz, das zu speziellen Einschränkungen führt. Was Verbraucher jetzt wissen sollten.
Wer bald diese Neuerung bei seinen Lieblingsprodukten aus der Drogerie bemerkt, wird wohl nicht schlecht staunen. Es stehen einige Veränderungen an, weil die EU bestimmte Regeln verschärft.
Produkte aus der Drogerie: Sie kommen täglich zum Einsatz
Duftende Cremes, bunte Nagellacke, luxuriöse Haaröle ‒ in Drogerien ist die Auswahl an Pflege- und Kosmetikprodukten groß und einladend. Damit die Artikel allerdings ihre volle Wirkung entfalten, sind bestimmte Inhaltsstoffe notwendig. Was Verbraucher manchmal nicht ahnen: Trotz einiger Fortschritte in den vergangenen Jahren stehen noch immer bestimmte Kosmetikartikel mit schädlichen Substanzen in den Regalen. Neben Risiken für die Umwelt gibt es auch solche, die negativen Einfluss auf die Gesundheit nehmen. Damit soll jedoch bald Schluss sein. Im nächsten Jahr verschärft die Europäische Union die Kosmetikverordnung.
Bei Rossmann und dm: Millionen Drogerie-Kunden müssen mit Änderung rechnen
Nach Ablauf der Übergangsfristen müssen Händler Produkte mit bestimmten Inhaltsstoffen aus dem Sortiment streichen ‒ und Hersteller müssen ab 2027 strenger auf bestimmte Grenzwerte achten. Das betrifft etwa den bekannten Anti-Aging-Wirkstoff Retinol: Ab Mai gilt ein Verkaufsverbot bei Überschreitung neuer Limits für Gesichtscremes und Körperlotionen. Im Juni folgen strenge Beschränkungen für bestimmte zyklische Silikone. Die Texturgeber für Foundations oder Haaröle dürfen in Produkten, die auf der Haut verbleiben, aufgrund der Umweltgefahr kaum noch vorkommen.
Zudem ist ab Januar die Produktion von Artikeln mit dem Weichmacher Triphenylphosphat verboten, da er als Hormongift gilt. Das trifft primär Maniküre-Produkte wie Nagellacke, Nagelhärter und Hybrid-Schichten. Für den weitverbreiteten UV-Filter DHHB greifen strengere Reinheitsvorgaben, um schädliche Nebenprodukte zu vermeiden. Zuletzt verringert die EU die erlaubten Höchstmengen für Haarfärbe-Pigmente sowie für diverse Duftstoffe wie Citral und Geraniol, um Risiken für die Gesundheit der Verbraucher zu reduzieren.
(Quellen: EU-Kosmetikverordnung, Stiftung Warentest, SCCS, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














