
Die Vorweihnachtszeit gilt traditionell als die Zeit im Jahr, in der Schokolade zu den beliebtesten kleinen Aufmerksamkeiten gehört. Milka-Produkte werden jetzt billiger – dennoch gibt es von Kunden Kritik.
Ob als kleines Geschenk für Freunde, als süßes Dankeschön für Kollegen oder als klassische Füllung im Adventskalender – Schokolade zählt im Dezember zu den beliebtesten Aufmerksamkeiten. Doch in diesem Jahr sieht alles anders aus: Die Preise für Schokolade sind spürbar gestiegen.
Schokolade für viele zu teuer geworden
Schokolade war günstig und wurde oft und in großen Mengen gekauft. In Supermärkten, auf Weihnachtsmärkten und sogar an Tankstellen griffen Menschen selbstverständlich zu den vertrauten Marken. Allerdings haben sich die Zeiten nun geändert. Verantwortlich dafür sind unter anderem höhere Rohstoffkosten, insbesondere beim Kakao, der weltweit auf ein Rekordpreisniveau geklettert ist. Hinzu kommen steigende Energiekosten, Transportausgaben und eine allgemein angespannte Marktsituation, die Hersteller dazu zwingt, ihre Verkaufspreise anzupassen. Viele Verbraucher, die beim Weihnachtseinkauf routinemäßig zu Schokolade greifen, bemerken jetzt die teils erheblichen Aufschläge im Regal. Einige Produkte haben Preissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich erfahren, was selbst treue Fans beliebter Marken nicht kaltlässt.
Preisnachlass: Milka-Produkte werden billiger
Bereits jetzt zeigt sich, dass viele Menschen beim Weihnachtseinkauf bewusst auf günstigere Varianten umsteigen. Marken wie Milka, Lindt oder Kinder geraten zunehmend unter Druck, weil Verbraucher nach preiswerteren Alternativen im Supermarkt greifen. Handelsmarken, die früher oft als „zweite Wahl“ galten, gewinnen damit deutlich an Attraktivität. Gleichzeitig nehmen Kunden Verpackungsgrößen und Preis-Leistungs-Verhältnisse kritischer unter die Lupe. Mehrere große Handelsketten setzen derzeit auf ungewöhnlich deutliche Preisreduzierungen, um den Verkauf von Milka-Produkten anzukurbeln.
Rewe, Kaufland, Edeka und Penny haben in den vergangenen Wochen ihre Milka-Sortimente teils rabattiert und bieten Tafeln, Riegel und saisonale Artikel zu Preisen an, die weit unter dem üblichen Niveau liegen. Teilweise werden die Produkte für weniger als die Hälfte des regulären Verkaufspreises angeboten – sowohl in den Filialen als auch über App-Aktionen. Die Händler reagieren damit auf einen spürbar schwächeren Absatz und versuchen, Kunden mit kurzfristigen Sonderangeboten zurückzugewinnen. In sozialen Netzwerken hagelt es allerdings Kritik: Viele Kunden reagieren auf die gesenkten Preise zurückhaltend. Immer wieder wird darauf verwiesen, dass die Marke zuvor durch verkleinerte Packungsgrößen bei gleichbleibenden Preisen Vertrauen verspielt habe.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Statistisches Bundesamt, Facebook, Mondelez/Milka)














