Auch bei Kaufland: Bäckerei-Kette kämpft gegen Schließungen

Ein Regal in der Bäckerei mit frischen Backwaren. Auf mehreren Etagen findet man verschiedene Sorten von Brot und einige Panini. Ein Mitarbeiter befindet sich in der Bäckerei und bringt ein Schild an.
Symbolbild © istockphoto/koldo studio

Schon Anfang 2025 traf das Unternehmen eine harte Entscheidung. Jetzt spitzt sich die Krise zu. Auch bei Kaufland ist die Bäckerei-Kette vertreten, die nun handeln muss, weil die wirtschaftliche Schieflage sie dazu zwingt. So geht es weiter. 

Seit 40 Jahren ist es am Markt etabliert. Doch plötzlich steht alles auf dem Spiel. Dieses Bäckereiunternehmen steckt in Schwierigkeiten.

Betrieb in Schwierigkeiten ‒ Bäckerei-Kette ist auch bei Kaufland vertreten

In Deutschland wird weniger Brot gegessen. 2024 gingen fast fünf Prozent weniger über die Theke, wie der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks ermittelt hat. Während 2023 insgesamt über 1,6 Millionen Tonnen verkauft wurden, waren es im Jahr darauf nur noch knapp 1,5 Millionen Tonnen. Zugleich steigt der Umsatz in der Branche ‒ und das trotz großer Herausforderungen, vor allem für kleine Betriebe. Viele befinden sich in einer finanziellen Schieflage. Es mangelt nicht nur an Fachkräften. Auch der Wettbewerbsdruck steigt, weil Supermärkte und Discounter Kunden mit eigenen Backshops locken.

Das bekommt auch diese Bäckereikette deutlich zu spüren. Neben den gestiegenen Betriebskosten muss sie sich der Kaufzurückhaltung der Konsumenten stellen. Kürzlich erfolgte ein Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Laut Bäckerei-Monitor der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ist die Zahl der traditionellen Betriebe rückläufig. Bereits 30 Prozent der Bäckereien traf es innerhalb der vergangenen zehn Jahre ‒ sie existieren nicht mehr. Das betroffene Unternehmen will sich sanieren, um sich dieses Schicksal zu ersparen. Es betreibt mehr als 50 Geschäfte. Filialen der Kette gibt es unter anderem auch bei Kaufland.

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Über 400 Mitarbeiter sind von der Krise betroffen

Obwohl der Betrieb in allen Filialen weiterläuft, geht die Krise an der Belegschaft wohl nicht spurlos vorbei. Denn schon zu Jahresbeginn verlor ein Teil der Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz. Damals traf es 50 Angestellte aus der Tiefkühlsparte. Die 410 Beschäftigten der Mecklenburger Backstuben GmbH bekommen ihre Löhne zunächst weiterhin durch das Insolvenzgeld. Ob bald weitere Personen die Großbäckerei aus Waren (Mecklenburg-Vorpommern) verlassen müssen, ist aktuell nicht bekannt. In den kommenden Monaten dürften neue Details und Entwicklungen zur Zukunft der Mecklenburger Backstuben vorliegen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Pressemitteilung Mecklenburger Backstuben, Ecovis)