Auch Edeka betroffen: Lebensmittelhersteller nun auch insolvent

Ein Blick auf den Parkplatz einer Edeka-Filiale. Es scheint Winter zu sein und die Weihnachtsdekoration in Form von Sternen hängt an dem Supermarktgebäude. Die Menschen bilden eine Schlange vor dem Eingang.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Der nächste Traditionsbetrieb aus der Lebensmittelbranche steckt in der Krise und hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen produziert seit Jahrzehnten bekannte Produkte, die bundesweit in Supermärkten verkauft werden – darunter auch bei Edeka, Netto und Kaufland.

Auch an diesem Lebensmittelhersteller gehen die Krisenzeiten nicht spurlos vorbei: Er musst zuletzt Insolvenz anmelden. Auch Supermärkte wie Edeka und Co. könnten von den möglichen Folgen betroffen sein.

Lebensmittelhersteller geht insolvent – Edeka und andere Supermärkte betroffen

Besonders bekannt ist der Hersteller für Kartoffelknödel, Kartoffelpüree, Kartoffelpuffer sowie weitere Fertigprodukte rund um die Kartoffel. Viele Verbraucher dürften die Produkte deshalb bereits gekauft haben, ohne den Namen des Herstellers überhaupt zu kennen. Nun kämpft die Dr. Willi Knoll GmbH & Co. KG aus Krumbach in Bayern ums wirtschaftliche Überleben.

Wie aus offiziellen Insolvenzbekanntmachungen hervorgeht, wurde das Verfahren zum 1. Mai 2026 wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Das Insolvenzverfahren geschieht in Eigenverwaltung. Sachwalter ist der Sanierungsexperte Arndt Geiwitz, der bereits bei bekannten Großinsolvenzen wie Schlecker oder Galeria Karstadt Kaufhof beteiligt war. Für die rund 50 bis 65 Beschäftigten ist die Situation aktuell äußerst ungewiss. Erst im Juli soll bei einer Gläubigerversammlung eine Entscheidung über die Zukunft des Betriebs fallen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob das Unternehmen fortgeführt oder möglicherweise stillgelegt wird.

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Traditionsunternehmen mit langer Geschichte – Kult-Lebensmittel betroffen

Die Geschichte des Unternehmens reicht weit zurück bis zur Gründung im Jahr 1936. Nach dem Zweiten Weltkrieg spezialisierte sich der Betrieb zunehmend auf verzehrfertige Kartoffelprodukte und entwickelte sich über Jahrzehnte hinweg zu einem bekannten Hersteller im deutschen Lebensmittelhandel. Besonders Kartoffelknödel und Kartoffelpüree zählen bis heute zu den wichtigsten Produkten des Unternehmens.

Warum die Dr. Willi Knoll GmbH & Co. KG letztlich in die Insolvenz geraten ist, ist offiziell nicht vollständig geklärt. Mehrere Berichte sprechen jedoch davon, dass wirtschaftliche Probleme bereits seit längerer Zeit bestanden haben sollen. Auch Investitionen und steigender Kostendruck dürften eine Rolle gespielt haben. Für Verbraucher bedeutet die Insolvenz zunächst nicht automatisch, dass die Produkte sofort aus den Regalen verschwinden. In vielen Fällen läuft die Produktion während eines Insolvenzverfahrens zunächst weiter. Dennoch zeigt der Fall erneut, wie stark selbst traditionelle Lebensmittelhersteller inzwischen unter Druck geraten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Augsburger Allgemeine, pleiteticker.info)