Auch ohne Fernseher: Der GEZ-Rundfunkbeitrag steigt erneut

Auf einem schwarzen Tisch liegt ein Brief. Es ist ein Bescheid für die Rundfunkgebühr. Oben zu sehen sind die Logos ARD und ZDF und das Deutschlandradio sowie das Wort Beitragsservice.
Symbolbild © imago/Panama Pictures

Lange wurde diskutiert – jetzt wird immer klarer: Der GEZ-Rundfunkbeitrag steigt wohl erneut. Wie hoch die Summe künftig ausfallen soll und wer die Möglichkeit hat, auf die Zahlung der Gebühr zu verzichten.  

Ob mit oder ohne Fernseher in der Wohnung: Den Rundfunkbeitrag muss grundsätzlich jeder Haushalt in Deutschland zahlen. Die vielfach umstrittene Gebühr soll sich schon bald erhöhen.

GEZ-Rundfunkbeitrag steigt wohl erneut: Das ist bekannt

Millionen Haushalte in Deutschland sind dazu verpflichtet, doch mit der Zahlung einverstanden sind nicht alle. Bereits seit 2013 wird die Rundfunkgebühr in ihrer heutigen Form entrichtet. Die monatliche Höhe beläuft sich derzeit auf 18,36 Euro ‒ und das bereits seit August 2021. Seither blieb der Beitragssatz trotz geplanter Erhöhung ab 2025 unverändert. Die Bundesländer konnten keine Einigung erzielen. Allerdings bahnt sich nun eine Erhöhung des Rundfunkeitrags ab 2027 an.

Befreiung: Wer nicht zahlen muss ‒ und was es zu beachten gibt

Obwohl die Gebühr grundsätzlich pro Wohnung fällig wird, haben einige Personen die Möglichkeit, eine Befreiung zu beantragen. Das gilt insbesondere für Menschen mit einem geringen Einkommen, die auf Sozialleistungen vom Staat angewiesen sind. Wer etwa Bürgergeld bekommt oder Grundsicherung bezieht, muss den Beitrag nicht entrichten. Wichtig: Ein Sozialleistungsbescheid bedeutet nicht automatisch, dass man von der Rundfunkgebühr befreit ist. Eine aktive Antragstellung ist zwingend notwendig. Gleiches gilt für Empfänger von BAföG und Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), die sich ebenfalls befreien lassen können.

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Ursprünglich sollte der monatliche Beitragssatz gemäß Empfehlung der unabhängigen Expertenkomission KEF auf 18,94 Euro ansteigen. Jetzt soll es jedoch anders kommen. Voraussichtlich steigt die Rundfunkgebühr nur auf 18,64 Euro an. Auch wenn TV, Radio oder PC übrigens im Regal stauben oder gar nicht vorhanden sind, sind Haushalte zur Zahlung verpflichtet. Vor allem für Gegner der Abgabe dürfte die beabsichtigte Erhöhung deshalb ein harter Schlag sein. Bislang ist diese jedoch nicht offiziell, denn es handelt sich zunächst nur um eine fachliche Empfehlung der KEF. Die weitere Entwicklung bleibt vorerst abzuwarten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Verbraucherzentrale Hamburg, Beitragsservice von ARD ZDF Deutschlandradio)